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StMELFLWF → Internationales Jahr der Wälder - LWF aktuell 81
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Internationales Jahr der Wälder - LWF aktuell 81

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Unter dem Motto »Wälder für Menschen« stehen die Bedeutung und die vielfältigen Funktionen des Waldes für die Menschen im Mittelpunkt. Die UN betonen dabei die Notwendigkeit einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Nur nachhaltig bewirtschaftete Wälder können allen Ansprüchen der Gesellschaft umfassend gerecht werden. Wir brauchen den Wald als wertvollen Natur- und Lebensraum mit all seinen vielfältigen Schutz- und Erholungsfunktionen, aber auch als zuverlässigen Lieferant nachwachsender Rohstoffe für den Forst- und Holzsektor. Dabei fällt Bayern eine besondere Verantwortung zu, denn der Freistaat hat mit 2,5 Millionen Hektar Wald nicht nur die größte Waldfläche aller Bundesländer, es wachsen hier auch die wuchskräftigsten Wälder Europas. Unsere nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft ist international anerkannt und Vorbild für viele Länder.

Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Bayern das Internationale Jahr der Wälder und die dafür entwickelte Dachkampagne »Waldkulturerbe« des Bundes engagiert unterstützt. Mit der Kampagne »Forstwirtschaft schafft Leben« wollen wir die Leistungen unserer Wälder der Öffentlichkeit näher bringen. Bayerische Forstverwaltung, Bayerischer Waldbesitzerverband, Bayerischer Bauernverband, Bayerische Staatsforsten, forstliche Verbände und viele andere arbeiten engagiert an dieser Kampagne mit. Dabei wollen wir das Internationale Jahr der Wälder vor allem dazu nutzen, die Bedeutung des Waldes für uns Menschen in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Medienwirksame Veranstaltungen setzen das ganze Jahr über Zeichen für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder.

Ich möchte Waldbesitzer, Forstleute und alle anderen am Wald Interessierten recht herzlich zu einem spannenden und ereignisreichen Internationalen Jahr der Wälder einladen und auch zum Mitmachen auffordern. Es ist eine einmalige Chance, die Leistungen nachhaltig bewirtschafteter Wälder für unsere Gesellschaft dauerhaft im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

Schwerpunkt

 
Waldnutzen und Verantwortung über Generationen
Kleines Bild Der Wald erfüllt zahlreiche Funktionen. Er liefert den großartigen Rohstoff Holz, dient als klimaschützender CO2-Speicher und bietet vielfältigen Lebensraum für Mensch und Natur. Hinzu kommt noch, dass Forst- und Holzwirtschaft zahlreiche weitere volkswirtschaftliche Werte erwirtschaften. Allein in Deutschland finden im Sektor Forst und Holz 1,2 Millionen Menschen Arbeit und erzielen einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Diese Funktionen und Werte zu erhalten, ist eine große gesellschaftliche Verantwortung. Eine Verantwortung, die jedoch zu wenig gewürdigt wird und die die Waldbesitzer nicht mehr alleine tragen können. weiter »
 
Aufforstungen zum Schutz vor Umweltschäden
Kleines Bild Die Rodung von Wäldern führt häufig zu katastrophalen Schäden an Umwelt und gesellschaftlichen Strukturen. Aufforstungen sind ein Mittel, zerstörte Waldökosysteme und deren Funktionen in überschaubaren Zeiträumen wiederherzustellen. China betreibt das größte Aufforstungsprogramm weltweit zur Wiederherstellung von Waldökosystemen. Der Lehrstuhl für Waldbau der Technischen Universität München unterstützt die chinesischen Aufforstungsaktivitäten. Mit einem Aufforstungsexperiment in Zentralchina sollen Verfahren für die Begründung naturnaher und stabiler Waldbestände geprüft werden. weiter »
 
Eine Vision wird wahr
Kleines Bild Es war zu Beginn meiner wissenschaftlichen Arbeit in Südafrika ein aufregendes und gewagtes Abenteuer. Forsttechnik, wie wir sie unter europäischen Verhältnissen kennen, war in Südafrika in der universitären Lehre nicht vertreten, aber auch in der forstwirtschaftlichen Praxis weitgehend unbekannt. Der Aufbau einer Forsttechnik-Kultur war ein spannendes Vorhaben, das weitreichende Folgen mit sich brachte, zum Wohl der Menschen, der Forstwirtschaft und des Waldes. weiter »
 
Die mittel- und osteuropäische Laubwaldzone
Kleines Bild Europa ist nach seiner Naturausstattung in elf große »biogeografische Regionen« eingeteilt. Dass dabei die uns wohlbekannte »mitteleuropäische Laubwaldzone« zur »Kontinentalen Biogeografischen Region« gerechnet wird, erscheint uns zunächst etwas befremdlich. Wenn man die Laubwaldzone aber in ihrer Gesamtausdehnung betrachtet, stellt man fest, dass sie sich von Zentralfrankreich quer durch den europäischen Kontinent bis zum Ural erstreckt. Die Laubwälder dieser Region haben hinsichtlich Artenzusammensetzung, Nischenvielfalt, Schlüsselstrukturen erstaunlich viele Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Dennoch haben sich mit der zwischen Frankreich und Ural zunehmenden Kontinentalität unterschiedliche Waldlebensraumtypen entwickelt, die sich auch in ihrer Habitat-Tradition unterscheiden. weiter »
 

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Holzenergie heiß diskutiert
Kleines Bild Die Nachfrage nach Scheitholz, Hackschnitzeln und Pellets ist seit 2000 deutlich gestiegen. Bayerns Waldbesitzer und Forstunternehmen haben dadurch neue Einkommensmöglichkeiten. Dem erhöhten finanziellen Nutzen stehen jedoch zunehmende Bedenken hinsichtlich nachhaltiger Waldnutzung oder der Konkurrenz mit der Holzwerkstoffindustrie um den Rohstoff Holz gegenüber. weiter »
 
2010 - Wechselbad der Witterungen
Kleines Bild Auch wenn im Mittel das Jahr durchschnittlich war, waren es doch einige Witterungsabschnitte nicht. Nach einem langen ­»Märzenwinter« holte die Vegetation durch einen warm-sonnigen April rasch auf. Der feuchte Mai verhinderte ein längeres Niederschlagsdefizit. Trotz Schafskälte war der Juni sommerlich warm. Richtig heiß und trocken wurden die ersten Juli-Wochen, die neue Hitzerekorde brachten. Doch dann öffnet Petrus seine Schleusen und vergaß sie im August wieder zu schließen, was neue Regenrekorde brachte. Nach einem kühlen, trockenen September gab es ein wenig »Goldener Oktober«. In der ersten Novemberhälfte wurde daraus ein »Martinssommer«, der zum Monatsende rasch in einen frühen Wintereinbruch überging. Der ­Dezember setzte neue Kälterekorde und brachte reichlich Schnee mit sich, der auch für eine »Weiße Weihnacht« sorgte. weiter »
 
DenkMAL im Wald - Kultur in der Natur
Kleines Bild Zwei scheinbar unterschiedliche Welten, die der Kultur und die der Natur, verbindet die Ausstellung »Denk MAL im Wald«. Bewusst wird mit dem Wort Denken gespielt. Soll die Ausstellung doch Anregung sein, selbst in den Wald zu gehen, um dort Natur und Kultur zu entdecken, um dort Impulse für eigene Gedanken zu erhalten. Nicht die Vernunft allein wird angesprochen, die Ausstellung soll Lust auf eigenes Erleben und Entdecken machen und will so auch Gefühl und Empfinden ansprechen. weiter »
 

Kurz & Bündig

 
Nachrichten und Veranstaltungen
Kleines Bild aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz weiter »