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StMELFLWF → Holz - ein Rohstoff wächst in die Zukunft. LWF aktuell 77
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Rohstoff Holz - LWF aktuell Nr. 77

Holz - ein Rohstoff wächst in die Zukunft

Holz - Rohstoff der Zukunft: Und die Zukunft hat längst begonnen! Holz kommt aus der »grünen Fabrik« Wald und erfüllt damit Voraussetzungen und Kriterien, die moderne Entwicklungen wie »Green Chemistry«, »Green Technology« und »Eco-products« erst anstreben und verwirklichen müssen.
Da aber Wälder nicht nur Rohstoff- und Energieproduzenten sind, sondern auch Ökosysteme mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt, mit positiven Wirkungen auf Wasser, Boden, Luft, Wetter, Klima und Landschaft, sind sie als Produktionsstandorte einzigartig. Geht man in der Wertschöpfungskette weiter, vermeidet Holz aus heimischen Wäldern als regionales Produkt weite und energieintensive Transporte, fügt sich in Wirtschaftskreisläufe ein und erhöht damit regionale Wertschöpfung. Holz und holzbasierte Bau-, Papier- und Energieprodukte erfüllen eine Vielzahl energie- und CO2-relevanter Effekte. Auf diese Weise werden sie zu innovativen Klimaschutzprodukten für mehr und nachhaltige Lebensqualität. Neben dem breiten Angebot etablierter Marktprodukte gibt es eine große Zahl neuer und innovativer Entwicklungen, Verfahren und Produkte, die vor allem zukunftsfähiges und richtig verstandenes nachhaltiges Bauen befruchten.

Die Vielfalt der Holz-Branche spiegelt sich auch im Schwerpunkt dieser Ausgabe von »LWF aktuell« wider. Branchenentwicklung, Marketing und Vermarktung des Rohstoffs Holz sind ebenso Thema wie qualitätserhaltende Nasslagerung, Qualifizierung von Buchen- und Eschenholz für hochwertige und hochfeste Bauprodukte, Entwicklung holzbasierter technischer Keramiken, Holzvergasung sowie Substitutionsleistungen verschiedener Holzprodukte.
Gerade der letzte Aspekt wird uns in die Zukunft begleiten: Holz und Holzprodukte besitzen ein enormes Substitutionspotential in bekannten und neuen Einsatzbereichen, um fossile und nicht nachwachsende Rohstoffe und Energieträger zu ergänzen und zu substituieren. Um dieses Potential auszuschöpfen, bedarf es großer gemeinsamer Anstrengungen von Forschung und Praxis sowie Politik und Gesellschaft. Möge dieses Heft einen weiteren Anstoß dazu geben.

Schwerpunkt - Wald Forst Holz

 
Nass hält frisch
Kleines Bild Die Sturmereignisse der vergangenen Jahre haben Waldbesitzer und Holzverkäufer vor große Herausforderungen gestellt: Viele hunderttausend Festmeter außerplanmäßig angefallenen Holzes mussten vermarktet oder - möglichst unter Erhaltung der Holzqualität - gelagert werden. Vieles wurde ausprobiert. Holzpreis und Qualität ließen sich dabei häufig nicht halten. Als zuverlässigste Methode zur Konservierung frischen Rundholzes hat sich die Lagerung auf Nasslagerplätzen mit Beregnung erwiesen. Ein flächendeckendes Netz solcher Plätze soll bei zukünftigen Katastrophen helfen, Holz, das nicht sofort verkauft werden kann, solange zu konservieren, bis der Markt wieder aufnahmefähig ist. weiter »
 
Bündeln, Vermarkten, Abwickeln
Kleines Bild Im Rahmen des Projektes »Holzmobilisierung und Logistik« durchleuchtete die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft überregionale Vermarktungsinitiativen in Bayern. Überregionale oder auch zentrale Vermarktungsorganisationen wirken innerhalb der Wertschöpfungskette Holz als Bindeglied zwischen den forstlichen Zusammenschlüssen und der Holzindustrie. Sie bündeln Holz aus den Zusammenschlüssen und leiten es zu Abnehmern der Holzindustrie weiter, je nach Rechts- und Organisationsform auf verschiedene Art und Weise. Sie erwerben das Holz von den Zusammenschlüssen und verkaufen es weiter, oder sie schließen Rahmenverträge ab und stellen das Holz über Liefer- und Zeitpläne bereit. weiter »
 
Esche für tragende Verwendungen
Laubbäume haben eine herausragende Bedeutung für die mitteleuropäische Forstwirtschaft. Dies gilt nach Buche und Eiche in besonderer Weise auch für die Esche. Jedoch sind die Absatzmöglichleiten für sägefähiges Eschenholz unzureichend. Vor allem die Verwertungsmöglichkeiten für Rundholz, das einen Farbkern oder stärkere Äste aufweist, sind begrenzt. Ein mengenmäßig bedeutsamer, aber bisher kaum erschlossener Bereich wäre eine Verwendung der Esche für statisch hochbeanspruchte Teile im Bauwesen. weiter »
 
Holz gibt Gas
Anlagen zur Holzvergasung erleben eine steigende Verbreitung. Gerade kleinere Anlagen scheinen nach Erfahrungsberichten mit etwas Aufwand und sorgfältiger Behandlung hinreichend zuverlässig zu laufen. Holzvergaseranlagen könnten in Zukunft durchaus einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung liefern. weiter »
 
Hochleistungskeramik aus Holz
Kleines Bild Seit einigen Jahren gewinnen Hochleistungswerkstoffe stetig an Bedeutung. Keramische Werkstoffe wie Siliziumkarbid (SiC) wären in vielen Einsatzbereichen denkbar und wünschenswert. Komplexere Formen sind oft nur schwer herzustellen. Spezielle Holzwerkstoffe erlauben jedoch, Hochleistungskeramiken auf der Basis eines nachwachsenden Rohstoffes zu fertigen, die in vielen Bereichen vergleichbare Eigenschaften zu den konventionellen SiC-Keramiken aufweisen. Verschiedene Formgebungsverfahren zur Herstellung spezieller Holzwerkstoffe ermöglichen komplexe Geometrien. weiter »
 

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Vorbild und Förderer - Interview mit Prof. Gerd Wegener
Kleines Bild Seit 1993 leitet Prof. Dr. Gerd Wegener den Lehrstuhl für Holzkunde und Holztechnik der Technischen Universität München. Am 30. September 2010 wird er in den Ruhestand treten. Der Geschäftsführer des Zentrums Wald-Forst-Holz, Heinrich Förster, richtet zusammen mit Prof. Dr. Wegener einen Blick zurück und nach vorne. weiter »
 
Jenseits der Erfahrung
Kleines Bild Je mehr der Klimawandel zu einer nicht mehr weg zu diskutierenden Tatsache wird, desto deutlicher tritt die Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen hervor. Indes erscheint vielen eine Temperaturerhöhung von wenigen Grad noch als Bagatelle, auf die man erst einmal abwartend reagieren sollte. Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man jedoch die großen Herausforderungen, die ein solcher Wandel für einen naturgebundenen Wirtschaftszweig wie die Forstwirtschaft darstellt. Ist die Forstwirtschaft auf den Wechsel der Rahmenbedingungen vorbereitet und besitzt die Forstwissenschaft ausreichend scharfe Werkzeuge, um die Forstwirtschaft in ihren Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen? weiter »
 
Bayerisches Wald-Informationssystem: Projektstand und nächste Schritte
Kleines Bild Das übergeordnete Ziel des Bayerischen Wald-Informationssystems »BayWIS« ist, schrittweise ein umfassendes, modular aufgebautes sowie GIS-gestütztes Wald-Informationssystem für das gesamte Aufgabenspektrum der Bayerischen Forstverwaltung aufzubauen. In diesem Jahr wird zunächst ein Lastenheft für ein Entwicklungspaket »BayWIS 1.0« erstellt, das aus dem »BayWIS-Basis-Viewer« und zwei Fachanwendungen bestehen wird. Das Gesamtsystem BayWIS wird Zug um Zug um Fachanwendungen erweitert werden, die die definierten Arbeitsfelder der Bayerischen Forstverwaltung bestmöglich unterstützen. Gegenwärtig sind 24 Fachverfahren identifiziert. weiter »
 
Strukturveränderungen in Buchen-Naturwaldreservaten
Kleines Bild Daten zum Totholz aus bayerischen Naturwaldreservaten gab es bisher fast nur aus Erstaufnahmen. Die im Jahr 2009 durchgeführten Wiederholungsaufnahmen erlauben Rückschlüsse auf die Dynamik der Entwicklung des lebenden Bestandes und des Totholzvorrats. weiter »

Kurz & Bündig

 
Nachrichten und Veranstaltungen
Kleines Bild aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz weiter »