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StMELFLWF → Bergwald im Klimawandel - Schutzwald vor Naturgefahren
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Bergwald ist Schutzwald vor Naturgefahren - LWF-aktuell 71

Bergwald - Titelblatt LWF-aktuell 71

Den Bergwald im Alpenraum rechtzeitig auf den Klimawandel vorbereiten

Der Bergwald bietet Erholung und Naturgenuss, ist Lebensraum für viele gefährdete Arten und ermöglicht zugleich die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Der Bergwald leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren wie Felsstürze oder Lawinen. Wir alle stehen in der Verantwortung, diesen Schatz zu bewahren.

Den Bergwald erhalten und seinen Zustand zu verbessern ist deshalb seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil der bayerischen Forstpolitik. Bereits im Jahr 1984 fasste der Bayerische Landtag eine richtungsweisende Entscheidung zum Erhalt der Bergwälder. Auch nach 25 Jahren hat sie für den Bergwald nichts an Aktualität verloren. Der Schutz des Bergwaldes vor Rodung, die konsequente Umsetzung des Grundsatzes Wald vor Wild, aber auch die Schutzwaldsanierung stehen weiterhin im Fokus.

Doch angesichts des Klimawandels bekommt die Notwendigkeit für den Erhalt und die Wiederherstellung eines funktionsfähigen Bergwaldes eine neue Dimension. Es ist unbestritten, dass der Alpenraum und damit auch der Bergwald von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark getroffen wird. Experten rechnen mit der Zunahme von Naturgefahren wie Berg- und Felsstürze, Lawinen, Stürme und Hochwasser. Um uns hiervor zu schützen, wird der Bergwald wichtiger denn je. Aber auch die Wuchsbedingungen im Bergwald ändern sich. Durch steigende Temperaturen steigt auch das Risiko von Insektenbefall wie Borkenkäfer. Das trifft insbesondere unsere Fichte, die gerade im Bergwald einen hohen Anteil hat. Wir müssen deshalb auch die Wälder im Alpenraum rechtzeitig auf den Klimawandel vorbereiten.

Schwerpunkt Bergwald im Klimawandel

 
Waldtypisierung hilft dem Waldbau
Kleines Bild Da bisher genaue Informationen über die natürlichen Waldtypen im Bergwald von Südtirol fehlten, initiierte die Abteilung Forstwirtschaft im Jahr 2001 das Projekt »Waldtypisierung«, das heuer erfolgreich abgeschlossen wurde. In insgesamt sieben Projektgebieten wurden 113 Waldtypen bestimmt, in einer Karte dargestellt und ausführlich beschrieben. Als Arbeitsmappe unterstützt es zum einen die Behörden in überbetrieblichen forstlichen Planungen wie auch die Waldbauern und Förster vor Ort in ihrer täglichen waldbaulichen Arbeit. weiter »
 
Der Einfluss von Wild und Weidevieh auf die Verjüngung im Berg-Mischwald
Kleines Bild 20-jähriges Wild-Weide-Experiment bestätigt Schalenwildeinfluss im Bergwald. Überhöhte Wild- und Weideviehbestände insbesondere im Mischwald stellen weltweit ein Problem für die Forstwirtschaft dar. Verbiss und Tritt schädigen die Waldverjüngung oder vernichten sie im schlimmsten Fall sogar völlig. Vor allem im Bergwald ist infolge der Übernutzung der Waldverjüngung durch Schalenwild und Weidevieh mit einer Beeinträchtigung der Schutzfunktionen des Bergwaldes zu rechnen. Die Verjüngung in den Berg-Mischwäldern des bayerischen Alpenraumes ist auf großen Flächen beiden Belastungen, sowohl dem Schalenwild als auch dem Weidevieh, ausgesetzt. weiter »
 
Gefahr im Schutzwald: Mit dem Wald verschwindet auch der Humus
Kleines Bild Auf vielen Hochgebirgsflächen ist der Humus - mehr als auf Waldstandorten im Flachland - eine außerordentlich wichtige Nährstoffquelle. Schaffen Kalamitäten wie Sturmwurf, Borkenkäferbefall und Lawinenabgänge im Hochgebirge große Freiflächen, forciert das veränderte Bodenklima den Humusabbau. Da die Bodenvegetation oft nur spärlich entwickelt ist, werden die freigesetzten Nährstoffe mit dem Sickerwasser ausgewaschen und fehlen der nachfolgenden Bergwald-Generation. Nach massiven Humusverlusten auf Freiflächen kann das Baumwachstum für lange Zeit gravierend beeinträchtigt sein weiter »
 
Die Bergwaldoffensive - Bayern geht neue Wege im Schutzwaldmanagement
Kleines Bild Die Bergwaldoffensive ist Teil des Klimaprogrammes 2020 der Bayerischen Staatsregierung. Zentraler Bestandteil der Initiative der Bayerischen Forstverwaltung zugunsten von Bergwald sind die »Projekte Bergwaldoffensive« (BWO-Projekte). Ziel ist es, den Schutzwald vor allem mit Hilfe vorbeugender, gezielter Pflegemaßnahmen so zu stärken, dass aufwendige Sanierungsmaßnahmen gar nicht erst entstehen. weiter »
 
Finanzielle Auswirkungen waldbaulicher Maßnahmen im Bergwald
Kleines Bild Gerade in fichtendominierten Schutzwäldern hält man Eingriffe zur Stabilisierung der Bestände für dringend notwendig. Auf Grund der schwierigen Bedingungen bei der Holzernte im Gebirge fallen solche Maßnahmen jedoch häufig defizitär aus. Folglich werden die Eingriffe oft sehr weit hinaus geschoben oder gänzlich unterlassen. weiter »
 
Waldbrand im Schutzwald
Kleines Bild Im April 2007 war das in den bayerischen Kalkalpen zwischen den Ortschaften Bad Reichenhall und Schneizlreuth gelegene Schutzwaldsanierungsgebiet am Antoniberg von einem Waldbrand im Bergwald betroffen. weiter »
 
lernpfade. schutz.wald.mensch
Kleines Bild Als Reaktion auf eine gravierende Abnahme des Bewusstseins über die Schutzfunktion des Waldes wurden in den Gebirgsregionen der Schweiz an neun verschiedenen Standorten spezielle Lernpfade eingerichtet. Sie bieten der Bevölkerung, im Speziellen auch Schulen der Oberstufe und Familien die Gelegenheit, das Thema »Naturgefahren und Schutzwald« auf unvergessliche und erlebnishafte Weise zu erfahren. Im Zentrum steht das Motiv »Bewegung«, sowohl als Symbol für das Wesen der Naturgefahren als auch für die aktive Rolle des Menschen im Umgang den unberechenbaren Elementen. Die Materie wird in thematisch fokussierten begeh- und bewegbaren Rauminstallationen und interaktiven Tafeln umgesetzt. weiter »

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Schon wieder ein Ausnahme-April
Kleines Bild Ebenso wie 2007 bescherte uns das Jahr 2009 einen Ausnahme-April mit hohen Temperaturen, viel Sonnenschein und diesmal besonders im Süden wenig Niederschlag. Der März war dagegen wechselhaft, von der Temperatur durchschnittlich, mit etwa einem Drittel mehr Niederschlag, die Sonne dagegen zeigte sich nur selten. weiter »
 
Waldbau-Konzepte auf dem Prüfstand - Nichts Neues unter der Sonne
Kleines Bild Klimawandel- und wetterbedingte Kalamitäten und Massenvermehrungen setzen der deutschen Forstwirtschaft zu. Einzelne Forstleute glauben nun, die Wälder seien zu alt und zuwachsmüde. Vor hundert Jahren schon hatte jemand dieselbe Idee: Reichsrat Graf zu Toerring-Jettenbach. weiter »
 
Der Eisvogel - Botschafter für saubere Flüsse
Kleines Bild Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist über ganz Europa verbreitet, kommt aber nirgends wirklich häufig vor. Darüber hinaus erreicht er Richtung Osten sogar Japan und viele Inseln Südostasiens. In Europa ist er der einzige Vertreter aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Als Brutvogel ist er in Süd-,WestundMitteleuropa ganzjährig anzutreffen. Im Norden und weiter nach Osten verlässt er jedoch vor dem Winter seine Quartiere und zieht in wärmere Gefilde. Jungvögel und Weibchen verstreichen zuerst, während die Männchen so lange wiemöglich im eigenen Revier ausharren. Bereits ab Ende Januar werden die Brutreviere wieder neu besetzt. weiter »
 
Blausieb bohrt im Bergahorn
Kleines Bild In den vergangenen Jahren wurde vom Auftreten des Asiatischen Laubholzbockkäfers immer wieder einmal berichtet. Diese aus China stammende eindrucksvolle Käferart, die z. B. über Verpackungshölzer eingeschleppt werden kann, gilt in der EU als Quarantäneschädling. Bisher ist es durch konsequente Gegenmaßnahmen gelungen, eine Etablierung des Insekts in Deutschland zu verhindern. Dies setzt jedoch ein rasches Handeln beim Auftreten der Art voraus, was nur bei einer hoher Aufmerksamkeit und Sensibilisierung aller Beteiligten gelingen kann. Das Fraßbild des Asiatischen Laubholzbockkäfers kann mit denen einheimischer Arten verwechselt werden. Ein Beispiel einer solchen Verwechslungsmöglichkeit ist der Befall des Blausiebs. weiter »

Kurz & Bündig

 
Nachrichten und Veranstaltungen
Kleines Bild aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz weiter »