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Forstliche Zusammenschlüsse: WBV und FBG bündeln Kräfte - LWF - aktuell 70
FBG und WBV fördern forstwirtschaftlichen Erfolg in Privatwald und Kommunalwald
Rund 140 forstliche Zusammenschlüsse wie die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) oder die Waldbesitzervereinigung (WBV) haben in Bayern heute eine Schlüsselrolle bei der Bewirtschaftung und der Bündelung des Holzangebotes im Privatwald und Kommunalwald. Diese Aufgaben können FBG und WBV und andere forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse nur mit gut ausgebildetem Personal, optimalen Prozessabläufen, moderner Informationstechnologie und einer bedarfsgerechten forstlichen Beratung leisten. Der 2005 geschlossene "Pakt für den Privatwald" stärkt forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in dieser Funktion. In LWF aktuell 70 zieht die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) eine Bilanz über Ziele und Erfolge von Forstbetriebsgemeinschaft, Waldbesitzervereinigung.
Standen für forstliche Zusammenschlüsse anfangs vor allem Kosteneinsparungen für die Mitglieder von FBG oder WBV etwa bei einer gemeinsamen Pflanzenbeschaffung im Vordergrund, haben sich die FBG und WBV und forstliche Zusammenschlüsse ganz allgemein heute zu professionellen Dienstleistzungsunternehmen entwickelt. Forstliche Zusammenschlüsse bieten ihren Waldbesitzern Beratung und umfassende Dienstleistungen in allen forstbetrieblichen Bereichen an. Ein zunehmendes Geschäftsfeld für WBV und FBG ist die Bewirtschaftung von Waldflächen im Rahmen von Waldpflegeverträgen.
Forstliche Zusammenschlüsse spielen zunehmend eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Marktes mit dem Rohstoff Holz. Innerhalb der letzten drei Jahre konnte manche FBG oder WBV ihre Vermarktungsmenge verdoppeln und Holzreserven in den Wäldern abbauen. Für Forstliche Zusammenschlüsse ist dies nur mit professionellem Personal, dem Einsatz kosten- und zeitsparender Informationstechnologie und geografischer Informationssysteme (GIS) möglich.
Schwerpunkt Forstliche Zusammenschlüsse
Hintergrundinformationen zu Forstbetriebsgemeinschaften (FBG), Waldbesitzervereinigungen (WBV) und andere forstliche Selbsthilfegruppen
Die Forstbetriebsgemeinschaft aus Sicht der Waldbesitzer
FBG und WBV genießen hohes Vertrauen bei Waldbesitzern. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft führt im Privatwald jährlich eine Befragung der Walbesitzer zum Holzeinschlag durch. Neben Standardfragen zur Holzvermarktung wurden die Waldbesitzer über die "forstliche Beratung im Privatwald" um Auskunft gebeten. Auch in einem INTERREG-Projekt der LWF war die forstliche Beratung Gegenstand eingehender Forschungsarbeiten. Demzufolge haben die Waldbesitzer sehr großes Vertrauen in die Beratung seitens der Forstverwaltung als auch der forstlichen Zusammenschlüsse. Wichtig ist hier ein gutes Zusammenspiel zwischen der waldbaulichen Beratung der Forstverwaltung und der forstbetrieblichen Beratung des forstlichen Zusammenschlusses.
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»WaldInfoPlan« für Forstliche Zusammenschlüsse
Erste Probeläufe in Niederbayern und im Allgäu. Die Aufgaben und Anforderungen, die die FBG und WBV in Zukunft erfüllen müssen, werden immer umfangreicher. Erst ein professionelles Datenmanagement stellt die Verfügbarkeit einer zunehmenden Menge digitaler Informationen für eine hochwertige und kosteneffiziente Arbeit sicher. Die Internet-Plattform »WaldInfoPlan« soll die Forstbetriebsgemeinschaften unterstützen. Organisationen des privaten Waldbesitzes entwickeln und betreiben »WaldInfoPlan«. Damit entsteht eine neue, für die Zusammenschlüsse immer wichtigere Kompetenz in der Informationstechnologie.
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Das Arbeitsfeld Waldpflegeverträge
Der Begriff »Waldpflegevertrag« hätte nicht besser gewählt werden können. Er verbindet den forstlichen Begriff der Waldpflege mit den positiven Assoziationen in der Gesellschaft. Waldpflege ist alles, was dem Wald dient. Waldpflegeverträge gehören heute zum Standardangebot vieler Waldbesitzervereinigungen (WBV) oder Forstvetriebsgemeinschaften (FBG. Sie wenden sich an eine neue Generation Waldbesitzer, die nicht mehr über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, technische Ausstattung, Zeit oder Lust verfügen, um ihren Wald selbst zu bewirtschaften.
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Forstliche Zusammenschlüsse auf dem Weg zum Erfolg
Einen Tag lang haben Forstbetreibsgemeinschaften und andere forstliche Zusammenschlüsse auf Einladung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und des Lehrstuhls für Wald- und Umweltpolitik darüber diskutiert, wie FBG und WBV die Holzvermarktung und Waldpflegeverträge künftig meistern können. Wegweisend bei dieser Hilfe zur Selbsthilfe war der gegenseitige Erfahrungsaustauschmit den Arbeitsbestverfahren erfolgreicher Zusammenschlüsse.
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Die ertragssteuerliche Behandlung von Forstzusammenschlüssen
Viele Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzervereinigungen veränderten in den letzten Jahren den Umfang ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten sowie ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten selbst. Daraus kann sich unter bestimmten Voraussetzungen eine Veranlagung zur Körperschafts- und Gewerbesteuer ergeben. Es bieten sich aber durchaus Möglichkeiten, wie forstliche Zusammenschlüsse eine Ertragssteuerpflicht vermeiden können.
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Mit Kompetenz und Fingerspitzengefühl
Die personelle Unterstützung der forstlichen Selbsthilfeeinrichtungen seitens der Forstverwaltung hat eine lange Tradition. Oft halfen engagierte Privatwaldförster schon vor 50 und 60 Jahren tatkräftig bei der Gründung von Waldbauernvereinigungen mit und stellten sich zum Teil jahrzehntelang als Geschäftsführer zur Verfügung.
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Der Wandel als Motor
Die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Privatwaldes werden sich im Vergleich zu den Entwicklungen seit der Nachkriegszeit in drei zentralen Faktoren in nächster Zukunft entscheidend verändern.
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Umsatzsteuer bei Forstzusammenschlüssen
Die Holzvermarktung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse entwickelte sich in den letzten Jahren rasant. Früher beschränkten sie sich häufig auf die Vermittlung des Holzes ihrer Mitglieder. In der Zwischenzeit ging jedoch die Mehrzahl der Zusammenschlüsse dazu über, mit dem Holz der Mitglieder Handel zu treiben, es also ein- und weiterzuverkaufen. Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit siebenstelligen Jahresumsätzen sind keine Seltenheit mehr. Der korrekte Umsatzsteuerausweis ist dabei von zentraler Bedeutung
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Moderne Informationstechnologie in einer Forstbetriebsgemeinschaft
Mit Änderung der forstpolitischen Vorgaben im Zuge der Forstreform im Jahr 2005 erweiterten sich die Aufgabenfelder der Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzervereinigungen erheblich. Dies erfordert von den forstlichen Zusammenschlüssen einen Wandel hin zum modernen Dienstleistungsunternehmen für den Waldbesitzer. Um diesen Ansprüchen zu genügen, müssen die Geschäftsprozesse zeit- und kosteneffizient gestaltet werden. Abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse einer Forstbetriebsgemeinschaft kann die moderne Informationstechnologie wertvolle Dienste leisten.
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Wald -Wissenschaft - Praxis
Clusterinitiative auf neuem Weg
Ziel der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern ist eine landesweite Vernetzung innerhalb der Branche Forst-Holz-Papier sowie die stärkere Anbindung der Unternehmen und Betriebe an die Forschung.
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Die Walliser Trockentanne
Beim Waldumbau muss neben der Baumartenwahl auch der Herkunftswahl mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für die Weißtanne gibt es bereits zahlreiche Anbau- und Herkunftsversuche, die das ASP vor über 20 Jahren im Zuge des Tannensterbens angelegt hat. Darunter sind auch Herkünfte wie die Walliser Trockentanne.
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Der Eichenprozessionsspinner in Bayern
Gefräßige Raupen mit Gifthaaren stellen den Waldschutz vor neue Herausforderungen. Der wärmeliebende Schmetterling wird zusehends zu einem Problem für denWaldschutz. Das Wissen, wie und wann seine Raupen Eichenbestände schädigen oder gar existenziell bedrohen, ist noch sehr lückenhaft. Die von den giftigen Raupenhaaren ausgehende Gesundheitsgefährdung beeinträchtigt die Erholungsfunktion sowie die Bewirtschaftung der betroffenen Wälder in hohem Maße.
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Kurz & Bündig
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