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Waldbau: Planung, Pflege, Perspektiven - LWF-aktuell 68
Waldbau und die Wiedergeburt einer königlichen Disziplin
Die im Januar 2009 erschienene Ausgabe der Reihe "LWF aktuell" widmet sich in ihrem Schwerpunktthema dem Waldbau. Waldbau war einst die forstliche Königsdisziplin mit höchstentwickelter Methodenvielfalt. hat aber für viele an Bedeutung verloren in einer Zeit knapper Mittel, stark vergrößerter Forstreviere und aufs Notwendige reduzierter Betriebsarbeiten. LWF-aktuell 68 "Waldbau" zeigt die nicht zuletzt durch den Klimawandel entstandenen neuen Herausforderungen und die heutige Existenzberechtigung des Waldbaus.
Die veränderten Anforderungen der Gesellschaft an den Wald wie steigender Holzbedarf, Erhalt der Biodiversität, zunehmende Mechanisierung und der Klimawandel verlangen eine Weiterentwicklung der Waldbau-Konzepte. Der vielerorts notwendige Waldumbau erfordert besonderes Augenmerk auf die Beratung der 700.000 bayerischen Waldbesitzer. LWF-aktuell 68 stellt aktuelle Waldbau-Konzepte und Projektergebnisse vor und zeigt, wie waldbauliche Fortbildung und Beratung in den nächsten Jahren professionalisiert werden sollen.
Beim Waldbau im Rahmen des Waldumbaus ist standortangepasstes und genetisch variables Vermehrungsgut notwendig. Bereits mit der Auswahl der Samenbestände und der Samenernte werden bei künstlicher Verjüngung die waldbaulichen Weichen für den Wald von morgen gestellt. In der aktuellen Ausgabe findet sich daher erstmals auch der Themenbereich Forstliches Vermehrungsgut in einer eigenen Rubrik. Hier wird das Bayerische Amt für forstliche Saat und Pflanzenzucht (ASP) in jeder zweiten Ausgabe von LWF aktuell regelmäßig über seine Arbeiten berichten.
Schwerpunkt Waldbau
Neue Aufgaben für den Waldbau
Das Wissen vom Waldbau ist heute gefragter denn je. Veränderte gesellschaftliche Ansprüche, vom steigenden Holzbedarf über den Erhalt der Biodiversität bis hin zur Mechanisierung der Waldbewirtschaftung, verlangen neue Lösungen. Vor allem der Klimawandel wirft viele Fragen auf. Vom Waldbau werden praxisgerechte und zukunftsorientierte Antworten erwartet.
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Waldbau-Konzepte in Zeiten des Klimawandels
Wegen der sich ändernden Klimabedingungen müssen Waldbau und Bewirtschaftungskonzepte angepasst werden. Mit dem LWF-Projekt »Waldbaukonzepte für Risikogebiete« werden Beratungshilfsmittel entwickelt, die speziell geschulte Waldbautrainer in zielgruppenorientierten Trainings und Workshops vermitteln.
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Das Fichten-Konzept der BaySF
Für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten (BaySF) hat die Aktualisierung der bisher gültigen baumartenweisen Waldbau-Richtlinien
für die Bewirtschaftung der Bayerischen Staatswälder eine hohe Priorität. Im Frühjahr 2007 wurde hierzu die Arbeitsgruppe
"Waldbaukonzepte" ins Leben gerufen, um zunächst die "Grundsätze der BaySF für die Bewirtschaftung von Fichten- und
Fichtenmischbeständen im Bayerischen Staatswald" zu erarbeiten. Die wichtigsten Eckpunkte des Konzeptes sind Stabilität,
Mischung, Strukturreichtum, Klimaanpassung und nachhaltige Erträge.
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Stabilisierung montaner Fichtenbestände
Die montane Zone in den Alpen wird auch als »Bergmischwaldzone« bezeichnet, da hier der Bergmischwald die natürliche Waldvegetation darstellt. Fichte, Buche, Tanne, Bergahorn und weitere Baumarten bilden in dieser Zone im Idealfall stabile Bestände, die verschiedensten Naturgefahren widerstehen können. Auf großen Flächen in den Bayerischen Alpen stocken auf Grund menschlicher Einflussnahme reine Fichtenbestände an Stelle der montanen Bergmischwälder. Diese Monokulturen gelten als instabil und anfällig gegenüber Naturgefahren. Nun stellt sich die Frage, ob die Bestände mit Hilfe waldbaulicher Eingriffe stabilisiert werden können.
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Waldbau - Das Ende der "Tragédie Allemande"
Im vergangenen Jahrzehnt nahm sich der Waldbau besonders der Laubwaldpflege an. In der Fachliteratur sind durchaus profunde
Antworten auf Fragen der Praxis zu finden. Die Pflegerichtlinie der Bayerischen Staatsforstverwaltung aus dem Jahr 1999 gibt
klare und einfach umsetzbare Rezepte. Ergänzend werden hier ein paar unkonventionelle Vorgehensweisen nach Erfahrungen
im bayerischen Tertiär-Hügelland vorgestellt. Bewusst soll damit eine Auseinandersetzung angeregt werden. Ein außerordentlich
starkes "Argument" in der Beratung sind die Vorzeigeflächen, die wir in unserem Forstamtsbereich anlegen. So mancher
Waldbesitzer hat sich von ihnen bereits anstecken und anspornen lassen.
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Der Fichtendurchforstungsversuch Freising
Stabilisierung montaner Fichtenbeständem - Nur rechtzeitig durchforsten und verjüngen führt zum Erfolg. Die montane Zone in den Alpen wird auch als »Bergmischwaldzone« bezeichnet, da hier der Bergmischwald die natürliche Waldvegetation darstellt. Fichte, Buche, Tanne, Bergahorn und weitere Baumarten bilden in dieser Zone im Idealfall stabile Bestände, die verschiedensten Naturgefahren widerstehen können. Auf großen Flächen in den Bayerischen Alpen stocken auf Grund menschlicher Einflussnahme reine Fichtenbestände an Stelle der montanen Bergmischwälder. Diese Monokulturen gelten als instabil und anfällig gegenüber Naturgefahren. Nun stellt sich die Frage, ob die Bestände mit Hilfe waldbaulicher Eingriffe stabilisiert werden können.
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Die Waldbesitzer und ihre lieben Fichten
Die Botschaften zum Klimawandel und die Auswirkungen auf unsere Wälder sprechen ein deutliches Urteil: Von allen gängigen
Wirtschaftsbaumarten hat ausgerechnet die geliebte Fichte die schlechtesten Karten und die im Privatwald vielfach ungeliebte
"Brennholzart" Buche die besten. Wissenschaft und Forstverwaltung formulierten die Gegenrezepte bereits: Naturnahe Waldwirtschaft
und zügiger Umbau. Für die Waldbesitzer bedeutet dieser Paradigmenwechsel eine tiefgreifende Umstellung. Wie
kommen sie damit zurecht? Bei einem absehbaren Zielkonflikt zwischen den Wünschen der Waldbesitzer und den Ansprüchen
der Gesellschaft kann sich ein missglückter Waldumbau auch zu einer Nagelprobe für unsere Forstverwaltung entwickeln.
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Neue Herkunftsempfehlungen für Bayern
Am 15. September 2008 traten die grundlegend überarbeiteten Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut in Bayern
in Kraft. Das Bayerische Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht überarbeitete sie in Abstimmung mit dem Landesgutachterausschuss
für forstliches Vermehrungsgut und gestaltete sie neu. Wesentliche Änderungen in den rechtlichen Grundlagen für
den Verkehr mit forstlichem Vermehrungsgut ab 2003 erforderten die Überarbeitung der Herkunftsempfehlungen. Zugleich führten
forstgenetische Labor- und Feldversuche zu neuen Erkenntnissen, die zu berücksichtigen waren.
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Eichenheister aus Großcontainern
Immer wieder stehen Waldbesitzer und Förster vor der Aufgabe, auf Grund von Sturm-und/oder Borkenkäferkatastrophen entstandene Kahlflächen wieder aufforsten zu müssen. Häufig ist damit ein Baumartenwechsel geplant. Die Begründung von Eichenkulturen ist wegen Frost, Vegetation und Verbiss teilweise schwierig und risikoreich. Als Alternative zu Standardsortimenten sind Eichen-Großpflanzen möglich, die in speziellen Containern mit Luftwurzelschnitt angezogen werden. Welches Potential steckt in solchen Großcontainerpflanzen?
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Renaissance der Saat im Alpenraum?
Viele Schutzwälder in den bayerischen Alpen sind gekennzeichnet durch nicht autochthone Fichtenreinbestände, die gegenüber Sturm und Borkenkäfer äußerst empfindlich sind. Bei der künstlichen Verjüngung dieser Bestände wird seit langem auf Pflanzung gesetzt, obwohl bereits in früheren Jahrhunderten viele Bestände durch Saat erfolgreich begründet wurden. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2008 ein Versuch angelegt, um Erkenntnisse zur Saat im alpinen Raum unter heutigen Bedingungen zu erarbeiten. Dabei wird der Fokus auf unterschiedliche waldbauliche Vorgehensweisen, Baumartenwahl und Technik der Saatgutausbringung gelegt.
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Waldumbau im Zeichen des Klimawandels
Unter dem Thema "Waldumbau im Zeichen des Klimawandels" wurde der promovierte Landwirt Hubert Lanz im Jahr 2007 mit dem Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet.
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Forsttechnik unter Druck
Seit geraumer Zeit vergeht kaum eine Woche, in der nicht in Tageszeitungen oder Fachzeitschriften massive Kritik am Einsatz moderner Holzerntemaschinen und den damit verbundenen gravierenden Bodenschäden geübt wird. Über viele Jahre führte das Thema Bodenschutz ein Nischendasein und fand nur wenig Raum in der Berichterstattung von Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen. Woher kommt dieser Umschwung? Ist er zufällig oder hat sich etwas Grundlegendes in der mechanisierten Waldbewirtschaftung geändert? Die folgende Ursachenanalyse liefert darauf eine klare Antwort.
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Ein richtiger Herbstauftakt
Beim klassischen Altweibersommer wie beim "Goldenen Oktober" kann es noch längere warme Hochdruckphasen in den beiden
ersten Herbstmonaten geben. Dies was heuer leider nur teilweise der Fall. Der September war bei wenig Sonnenschein zu kalt
und vergleichsweise niederschlagsarm. Der Oktober war dafür überdurchschnittlich niederschlagsreich, temperaturmäßig lag er
leicht unter dem langjährigen Schnitt. War es im Sommer im Norden Bayerns noch zu trocken, kehrte sich die regionale Verteilung
der Niederschläge nun um.
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Wiederbefeuchtung der Böden im Herbst
Trocken war es in diesem Sommer vor allem in Nordbayern. Und auch im September blieben die Wasservorräte in den Böden
noch sehr niedrig. Erst im Oktober und November wurden die Waldböden teilweise wieder feuchter. Auf der südlichen Frankenalb
an der Waldklimastation Riedenburg stieg die Bodenfeuchte jedoch nur langsam und sprunghaft an. Hier war der Boden
auch zu Beginn des Oktobers noch sehr trocken.
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Geprüfte Herkünfte für den erfolgreichen Weihnachtsbaumanbau
In immer größerem Umfang bieten Billig-Importeure Saatgut und Sämlinge von Nordmannstannen für den Weihnachtsbaumanbau an. Darunter sind auch viele ungeprüfte Herkünfte aus natürlichen russischen, abchasischen und georgischen Erntegebieten. Neuerdings werden auch Pflanzen aus Saatgutplantagen unbekannter, gemischter Herkünfte in Umlauf gebracht. Mit dem Anbau nicht geeigneter und nicht geprüfter Herkünfte ist jedoch ein hohes finanzielles Risiko für den Weihnachtsbaumproduzenten verbunden, wenn die Qualität der Pflanzen hinter den kalkulierten Erwartungen zurückbleibt.
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Palmensterben am Mittelmeer?
Der erstmals 1994 nach Spanien eingeschleppte und aus Südostasien stammende Palmenrüssler entwickelt sich mehr und mehr zu einem wichtigen Schädling im Mittelmeerraum. Der als Quarantäneschädling eingestufte Rüsselkäfer breitet sich rasant in den spanischen, französischen und italienischen Urlaubsgebieten aus. Bekämpfungsmaßnahmen gestalten sich wegen seiner versteckten Lebensweise außerordentlich schwierig.
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Holzeinschlag trotz Sturm »Kyrill« nur geringfügig gestiegen
Die derzeitige forstliche Nutzung gefährdet die Nachhaltigkeit in Bayerns Wäldern nicht. Der Gesamteinschlag stieg trotz des Orkans »Kyrill«, dem circa vier Millionen Festmeter zum Opfer fielen, nur um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Grund der schlechten Holzmarktsituation zum Jahresende hin schlugen viele Waldbesitzer kaum noch oder gar kein Nadelholz mehr ein.
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Testbetriebsnetz Forstwirtschaft: Ergebnisse Wirtschaftsjahr 2007
Das Wirtschaftsjahr 2007 schlossen die bayerischen Teilnehmer am Testbetriebsnetz Forstwirtschaft mit einem Rekordergebnis ab. Der Privatwald steigerte den Reinertrag auf 387 Euro je Hektar (ohne Fördermittel). Der Holzeinschlag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 9,8 auf 12,2 Festmeter je Hektar. Dies ist das beste Ergebnis seit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten als Anstalt des öffentlichen Rechts im Jahre 2005.
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Kurz & Bündig
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