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StMELFLWF → Wald-Bodenschutz und Holzernte - Forsttechnik muss Bodenschäden vermeiden - LWF - aktuell Nr. 67
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Neue Wege beim Bodenschutz - LWF-aktuell 67

LWF-aktuell 67: Neue Wege beim Bodenschutz

Wald-Boden schonen trotz Frostmaschineneinsatz

Spätherbst und Winter sind traditionell die Zeiten der Holzernte im Wald. Aus Gründen der Rationalisierung werden dabei immer größere und schwerere Maschinen eingesetzt. Trockener oder gefrorener Waldboden hält die damit verbundenen Belastungen in bestimmten Grenzen aus. Doch solche Bedingungen werden in Zeiten des Klimawandels immer seltener. In der neuen Ausgabe ihrer Reihe "LWF aktuell" zeigt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) auf, in welche Richtung bodenschonender Maschineneinsatz im Wald künftig gehen muss.

Der Waldboden ist die Basis und das wichtigste Kapital jeder nachhaltigen Forstwirtschaft. Sein Schutz ist daher eine Frage der Vernunft. Gleichzeitig muss sich Waldbewirtschaftung für den Waldbesitzer aber auch rentieren, soll das Interesse am Wald von Dauer sein. An moderner Forsttechnik führt deshalb heute kein Weg mehr vorbei. Schwere Maschinen, die vor allem bei der Holzernte an der Tagesordnung sind, können den Boden erheblich belasten. Im Extremfall verliert der Boden für viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte seine Funktionen und seine Ertragskraft.

LWF aktuell Nr. 67 zeigt, wie der Waldboden und seine Lebensgemeinschaft auf Belastungen reagieren, in welchem Umfang eine Regeneration möglich ist und welche Möglichkeiten und Grenzen es gibt, mit einer angepassten Technik den Waldboden zu schonen. Dass das Thema Bodenschutz auch in der Ausbildung der Forstleute und bei der Beratung von Waldbesitzern und Forstunternehmern eine wichtige Rolle spielt, ist das Thema weiterer Beiträge.

Schwerpunkt

 
Mikrobiologische Untersuchungen in Rückegassen
Kleines Bild Zur Umsetzung des Bodenschutzes fordern sowohl die Praxis als auch Behörden Richtwerte sowie praktikable Methoden, mit denen sich Beeinträchtigungen der Bodenqualität erkennen und vermeiden lassen. Bodenmikroorganismen können als Indikatoren für die Bodenqualität mechanische Belastungen des Bodens anzeigen. weiter »
 
Regeneration von Wurzelraumfunktionen nach mechanischer Belastung
Kleines Bild Trotz der heutigen Bestrebungen, Bodenschäden zu vermeiden, gibt es noch ältere, nicht mehr gebrauchte Rückegassen mit stark gestörten Fahrspuren. Auf diesen Flächen ist eine aktive Regeneration unerlässlich, damit sich die Bodenfruchtbarkeit möglichst rasch wieder einstellt und langfristig erhalten bleibt. weiter »
 
Wurzelverletzungen unter Raupe und Rad
Kleines Bild Raupenfahrzeuge auf Rückegassen können deutlich mehr schwere Verletzungen an den Wurzeln der Randbäume verursachen als Radmaschinen. Dies zeigte ein Versuch aus dem Jahr 2001 in einem Fichtenbestand westlich von Augsburg. weiter »
 
Kein Luftdruck für alle Fälle
Kleines Bild Förster und Forstunternehmer sollten darauf achten, dass der Fülldruck entsprechend der Empfehlungen der Reifenhersteller an die jeweiligen Geländeverhältnisse angepasst wird. Das schont nicht nur den Boden, sondern spart auch Kraftstoff und PS. weiter »
 
Rechtliche Beurteilung von Bodenschäden in der Forstwirtschaft
Kleines Bild Die rechtliche Beurteilung von Bodenschäden richtet sich im Wesentlichen nach den Vorgaben der Bodenschutzgesetzgebung. Ihre praktische Bedeutung für die Forstwirtschaft blieb dennoch bisher gering, da das Bodenschutzrecht hinter der Waldgesetzgebung als speziellerem Rechtsgebiet grundsätzlich zurücktritt. weiter »
 

Waldforschung aktuell

 

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Nordbayerns Wälder saßen auf dem Trockenen
Kleines Bild Die Wasserversorgung der Wälder in Bayern war in diesem Jahr eindeutig zweigeteilt. Während in Südbayern den ganzen Sommer über optimale Feuchtebedingungen herrschten, wurde nördlich der Donau das Wasser knapp. Im August war es dort teilweise sogar trockener als im Rekordsommer 2003. weiter »
 
Nitrat im Trinkwasser aus einem bewaldeten Wassereinzugsgebiet
Kleines Bild Obwohl das Wassereinzugsgebiet für ihre Trinkwasserversorgung zu drei Vierteln bewaldet ist, ermittelten die Stadtwerke Fürstenfeldbruck eine hohe Belastung ihres Grundwassers mit Nitrat. Die Wälder im gesamten Einzugsgebiet sind bereits mit Stickstoff gesättigt und können den Nährstoff nicht weiter aufnehmen. weiter »
 
Effektiv und nachhaltig - kein Widerspruch
Bereits fünf erfolgreiche Waldbesitzertage konnte die LWF mit dem Zentrum Wald-Forst-Holz in Weihenstephan ausrichten. Den letzten im Sommer 2008 mit 230 Teilnehmern, die sich über neue Entwicklungen rund um die Wertschöpfungskette Wald-Forst-Holz informierten. weiter »
 
Ein Manifest für die Bodenreinertragslehre
Kleines Bild Vor einem Jahrhundert stellte der Reichsrat Graf zu Toerring-Jettenbach unter dem Einfluss der Bodenreinertragslehre den Antrag, die Altholzvorräte im bayerischen Staatswald verstärkt zu nutzen und damit die Staatseinnahmen um circa 20 Millionen Mark jährlich zu mehren. weiter »