Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWF → LWF - aktuell Nr. 65
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Holzlogistik - Branche in voller Fahrt

Bereits am Beginn der Holzerntekette gilt es schon Rationalisierungspotenziale auszunutzen. Die forstlichen Selbsthilfegruppen, die örtlichen Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften, mussten sich seit der Forstreform vielfach neu orientieren und neu organisieren. Vor allem bei der Bereitstellung des Holzes haben so manche forstlichen Zusammenschlüsse noch das eine oder andere Hindernis aus dem Weg zu räumen. Es gilt, Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse laufend zu optimieren. Der hohe Holzeinschlag stellt die Logistik-Branche vor neue Herausforderungen, muss doch wesentlich mehr Holz aus dem Wald abgefahren werden als früher. Gerade im Kleinprivatwald ist die Situation häufig noch ungünstig: Schlechte Wege, ungenaue Karten oder verstreut gelagertes Holz in kleinen Mengen.
Gute Logistik spart bares Geld. Immer noch sind Zeit- und Geldaufwand für das Aufsuchen und den Abtransport des Holzes zu hoch. Ein satellitengestütztes länderübergreifendes Logistikprojekt (NavLog) wird ein Tor zu einer effizienteren Rundholzlogistik aufstoßen. Betriebsübergreifende Tourenplanung für Holztransporte wird teure Leerfahrten reduzieren. Geringerer Treibstoffverbrauch bedeutet aber auch weniger Abgase, was wiederum dem Umwelt- und Klimaschutz zugute kommt. Da passt es auch, dass der Holztransport auf der Schiene wieder ins Rollen kommt. Mit kleinen, Daten speichernden Sendern, sogenannten Transpondern, bestückte Stämme verbessern den Warenfluss entlang der Holzerntekette. Diese weisen als automatisches Identifikationssystem neue Wege für einen lückenlosen Herkunftsnachweis von Holzprodukten, wie er zunehmend von den Verbrauchern gefordert wird.

Schwerpunkt

 
Rundholzmarkierung mit Transpondern
Kleines Bild Der Begriff RFID (Radio Frequency Identification) wird zunehmend im Zusammenhang mit der Optimierung von Logistikprozessen verwendet. Waren können mittels auf Transpondern gespeicherten Nummern in den Logistikketten eindeutig identifiziert werden. Dies ermöglicht einen Überblick darüber, welche Waren sich zu welcher Zeit an welchem Ort befinden. Ein transparenter Informationsfluss vereinfacht so die Steuerung des Materialflusses. RFID steht dabei in Konkurrenz zu anderen Identifikationssystemen wie z.B. den Strichcodes. Die Vorteile gegenüber diesen optischen Systemen liegen in der berührungslosen Datenübertragung ohne direkten Sichtkontakt und in der Möglichkeit der Pulk-Erfassung. weiter »
 
Wichtige Informationen zu NavLog
Das länderübergreifende Logistik-Projekt >NavLog< ist in Bayern gestartet. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft koordiniert im bayerischen Privat- und Körperschaftswald die Erfassung der Wegemerkmale, die für die Befahrbarkeit mit schweren LKW von Bedeutung sind. Die Ämter für Landwirtschaft und Forsten werten in den Sommermonaten die Forstwege entsprechend ein. Ein Jahr später soll der navigierbare Forstwegedatensatz fertig sein, um z.B. bei den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen eingesetzt zu werden. Ein Beirat aus Mitgliedern der Verbände und Vereinigungen begleitet das Vorhaben. weiter »
 
Holz sicher transportieren
Kleines Bild Ein über Jahre bestehendes Problem für die Holztransportunternehmer war die Rechtsunsicherheit bei der Ladungssicherung von Rundholz. Seit Oktober 2006 gibt es für den Transport von Rohholz Empfehlungen zur Ladungssicherung. Ein Jahr nach Einführung der Verladeempfehlungen zieht die Bundesvereinigung des Holztransportgewerbes (BdHG) eine positive Zwischenbilanz. Die für die Holztransporteure und Kontrollorgane gleichermaßen praktikablen Empfehlungen sorgten bereits im ersten Jahr für einen massiven Rückgang der Bußgeldverfahren. weiter »
 
Grünes Signal für den Bahntransport
Kleines Bild Nach offiziellen Statistiken wurden im Jahr 2006 in Bayern 1,75 Millionen Tonnen Holz und Holzprodukte im Rahmen von Bahntransporten umgeschlagen. Dies entspricht etwa 18 Prozent des gesamtdeutschen Holztransports mit der Bahn. Zwischen den Jahren 2005 und 2007 war in Bayern eine deutliche Zunahme des Holztransports auf der Schiene zu beobachten. Die bayerische wie auch die deutsche Holzindustrie berücksichtigen in ihren Logistikkonzepten in zunehmendem Maße die Eisenbahn als attraktive Möglichkeit des Holztransportes. Die Signale für einen weiteren Ausbau des Holztransports auf der Schiene stehen auf Grün. weiter »
 
Holzaufnahme im BaySF-Logistik-Prozess
Kleines Bild Die Holztransportlogistik bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) ist darauf ausgerichtet, einen möglichst hohen Anteil aus der forstbetriebsübergreifenden Holzvermarktung frei Werk auszuliefern. Seit September 2006 organisiert eine zentrale Funktionseinheit den Holztransport. Zur Überwachung der Holzbewegungen und zur Erhebung von Kontrollmaßen zum Werkseingangsmaß wird dort seit April 2007 das System sScale der Firma Dralle A/S eingesetzt. sScale kann im Vorbeifahren umfangreiches und exaktes Datenmaterial von zur Disposition freigegebenen Holzpoltern liefern. weiter »
 
Optimierung der Wertschöpfungskette Holz
Kleines Bild Im Durchschnitt 70 Tage benötigt der »herkömmliche« Datenaustausch vom Holzpolter im Wald bis zum Datenrücklauf vom Werk zurück zur Waldbesitzervereinigung. Viel zu lange, wenn man bedenkt, dass für einen intelligenten Datentransfer nur ein Bruchteil dieser Zeitspanne erforderlich ist. Der elektronische Datenaustausch ist ein wichtiges Werkzeug, um die kleinstrukturierte Forst- und Holzwirtschaft in einem globalisierten Holzhandel wettbewerbsfähig zu halten. Davon profitieren gerade auch Kleinprivatwaldbesitzer. weiter »
 
Geschäftsprozesse besser steuern
Ungünstige strukturelle Bedingungen im Klein- und Kleinstprivatwald, hohe Preisschwankungen auf den Holzmärkten sowie die zunehmende Konkurrenz forstlicher Dienstleister: Diesen und vielen anderen schwierigen Situationen haben sich die über 140 forstlichen Zusammenschlüsse (FZuS) in Bayern ständig zu stellen. Die optimale Gestaltung der Geschäftsprozesse liefert einen wichtigen Schlüssel zur erfolgreichen Unternehmensführung. Hier setzt das Forschungsprojekt »Holzmobilisierung und Logistik « der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) an. Mit Unterstützung der LWF wollen die Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften den Ablauf ihrer Geschäftsprozesse verbessern, um so den Herausforderungen besser begegnen zu können. weiter »

Waldforschung aktuell

 
Regionaler Waldbesitzertag in Kempten
Kleines Bild Circa 2.000 Besucher kamen am 19. April zum ersten Regionalen Waldbesitzertag in Kempten. Das Konzept der Veranstaltung, mit einer Mischung aus Vorträgen, Informationsständen und einem Theaterstück Waldbesitzer zu informieren, war erfolgreich. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse, viele Besucher hatten lange Anreisen auf sich genommen. Fazit: Der Auftakt der Veranstaltungsreihe ist bestens gelungen. weiter »
 

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Viel Bewegung im Bodenwasser
Kleines Bild Der Frühling zeigte sich diese Jahr wechselhaft, aber insgesamt sehr feucht, so dass der Boden immer wieder Wasser speichern konnte. Dazwischen gab es aber auch Schönwetterperioden mit relativ hohen Temperaturen, entsprechend viel Wasser verbrauchten die Bäume. Es hat sich also einiges getan an der Wasserfront. Aber am Ende galt dann doch: Es ist alles im Lot mit der Wasserversorgung unserer Wälder in diesem Frühjahr. weiter »
 
Die Douglasie: Eine wirtschaftlich lohnende Baumart
Kleines Bild Die Douglasie ist weltweit eines der wichtigsten Nutzhölzer. Zu verdanken hat sie diese wirtschaftliche Stellung vor allem ihrer hohen Wuchsleistung verbunden mit hervorragenden Holzeigenschaften. Etwas »verweichlicht« und empfindlich im »Kleinkindalter « wächst sie im Laufe der Jahre zu einer Baumart mit einem relativ geringen Produktionsrisiko heran. Während in Frankreich und in einzelnen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg der Douglasienanbau beachtliche Ausmaße erreicht hat, wird die Douglasie in Bayern bisher nur in sehr moderatem Umfang am Waldaufbau beteiligt. weiter »
 
Weltältester Baum in Schweden entdeckt
Kleines Bild Wissenschaftler der Universität Umeå entdeckten im mittel- und nordschwedischen Bergland eine Ansammlung von etwa 20 über 8.000 Jahre alten Fichten. Darunter ist auch der neue »Rekordhalter« in der Riege der weltältesten Bäume. Er steht in der Provinz Dalarna in Mittelschweden. weiter »

Kurz & Bündig