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LWF-aktuell 64: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Im Wald für ein nachhaltiges Leben lernen

Angesichts der gegenwärtigen Probleme in einer globalisierten Welt zielt Bildung zunehmend darauf ab, Zusammenhänge zu erkennen, Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umwelt abzuschätzen und sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserem Planeten einzusetzen. Waldpädagogik als Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung kann viel beitragen zu einem klareren Umweltbewusstsein und Verständnis der Zusammenhänge in der Natur. Denn naturnahe Forstwirtschaft ist ein erprobtes Modell für den Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde. Sie lehrt, den Wald nicht nur um seiner selbst willen, sondern in unserem ureigenen Interesse zu schützen und pfleglich zu nutzen. Im Wald kann eine nachhaltige Denkweise hautnah erlebt und begriffen werden.
Waldpädagogik ist als Aufgabe der staatlichen Forstverwaltung im Waldgesetz für Bayern verankert. Sie wird in Zeiten intensiver Diskussion über Klimawandel und Biodiversität immer wichtiger. Welche Wege die Waldpädagogik vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen beschreitet, beleuchtet die neue Ausgabe der LWF aktuell in ihrem Schwerpunktthema "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Schwerpunkt

 
Einfach Bildung für nachhaltige Entwicklung
Kleines Bild Giambattista Vico, ein Philosoph der Renaissance, hat einmal gesagt »Wir können nur das verstehen, was wir selbst gemacht haben.« Die Konstruktivisten sehen Vico als einen ihrer Ahnherren, und Konstruktivismus ist in der Pädagogik zur Zeit ziemlich >in<. - Also zeigen wir uns >en vogue< und knacken die Nuss »Bildung für nachhaltige Entwicklung« am Besten, indem wir uns einen Gedankengang basteln, der zu ihr hinführt. weiter »
 
BNE im Waldpädagogischen Leitfaden
Kleines Bild Nochmals deutlich erweitert wird der Ordner »Forstliche Bildungsarbeit - Waldpädagogischer Leitfaden nicht nur für Förster«. Er erscheint im kommenden Jahr in siebenter Auflage. Wesentlichste Neuerung sind speziell auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) abgestimmte Aktivitäts- und Projektvorschläge. Zudem sind in der Neuauflage zwei neue Schwerpunktthemen, Aktivitäten zur gezielten (schulischen) Vor- und Nachbereitung sowie eine Reihe zusätzlicher thematischer Angebote enthalten. Erstmals steht der gesamte Inhalt auch auf CD zur Verfügung, die künftig Bestandteil jedes Leitfadens ist. weiter »
 
Schüler als Auwald-Paten
Kleines Bild Im Rahmen der Altmühl-Renaturierung wird ein mehrere Hektar großes Gebiet in der Gemeinde Graben in einen ursprünglichen Auwald zurückgeführt. Um eine stärkere Teilnahme der Bevölkerung im Sinne der Agenda 21 zu erreichen, wurde auch die Treuchtlinger Grundschule eingebunden. Im Sommer 2002 übergab der damalige bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf die Patenschaft für das Auwaldgebiet >Graben< der Grundschule Treuchtlingen. Arten- und Biotopschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Hochwasserschutz, aber auch Pflanzungen und Pflegemaßnahmen standen von da an für Lehrer und Schüler auf dem Programm. weiter »
 
Lernpsychologie in der Waldpädagogik
Kleines Bild Eine Waldpädagogik, die auf soliden Beinen stehen will, sollte sich auf ein lernpsychologisches Fundament gründen. Sie gewinnt dadurch an theoretischem Überblick und empirischer Absicherung. Die sozial-kognitive Lerntheorie von Bandura als etablierter theoretischer Rahmen mit einer Fülle an Forschungserkenntnissen ist ein Schatz, den man für die Waldpädagogik heben kann. Selbstwirksamkeit und Modell-Lernen sind dabei zentrale Ansatzpunkte. weiter »
 
Das neue Walderlebniszentrum Regensburg
Kleines Bild Nur wenige Autominuten von der Regensburger Altstadt entfernt und auch mit öffentlichen Linienbussen zu erreichen, ist das neue »Walderlebniszentrum (=WEZ) Regensburg« künftig Ausgangpunkt für erlebnisorientierte Wald-Entdeckungstouren. Verwirklicht wurde das Projekt mit Mitteln des Freistaates Bayern sowie der europäischen Gemeinschaftsinitiative für den ländlichen Raum, »LEADER+«. weiter »
 
Erlebnisse in der Datenbank
Kleines Bild In Bayern befinden sich mehr als 120 Lehr- und Erlebnispfade im Staatswald. Um das Angebot zu erfassen und zu evaluieren, entwickelte die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ein hierzu geeignetes Instrument. Zahlreiche Daten wurden über Fragebögen zusammengetragen, in einer Datenbank gespeichert und zur Verfügung gestellt. Über integrierte Bewertungsschlüssel werden dann aus objektiv erhobenen Informationen Bewertungen, die helfen, eventuelle Schwächen gezielt anzugehen. weiter »
 
Europanetzwerk Waldpädagogik
Kleines Bild Europa steht nach den jüngsten Ost-Erweiterungen der EU vor neuen Herausforderungen. Im Prozess des Zusammenwachsens können forstwirtschaftliche Belange und Interessen nur bei guter Kooperation und Kommunikation zwischen den Mitgliedsstaaten optimal vertreten werden. Waldpädagogik ist nicht nur ein wichtiges und zukunftsweisendes, sondern in vielen Ländern auch ein relativ neues oder noch nicht besetztes forstliches Arbeitsfeld. Der Wissenstransfer ist daher in der Waldpädagogik besonders bedeutsam. Grundlage der Zusammenarbeit bildet der EU-Forstaktionsplan. Forstleute aus Deutschland und Österreich riefen im Jahre 2004 eine Initiativgruppe ins Leben, die 2007 zum »Europanetzwerk Waldpädagogik« erweitert wurde. weiter »
 
Ich sehe was, was du nicht siehst
Kleines Bild Wer eine Reise unternimmt, kommt oft bereichert zurück. Auch die Waldpädagogik kann außerhalb ihrer üblichen Grenzen sehr Nützliches entdecken, das unter anderem hilft, den Ansprüchen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung besser gerecht zu werden. Im Folgenden wird das Ergebnis eines Ausflugs in die Phänomenologie und in die Methodenkiste der Entwicklungszusammenarbeit geschildert. weiter »
 

Waldforschung aktuell

 
Nachrichten und Veranstaltungen
Kleines Bild Nachrichten aus dem ZENTRUM WALD-FORST-HOLZ weiter »

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Milder Winter trocknet Waldböden nicht aus
Kleines Bild In milden Wintern können immergrüne Bäume über ihre Spaltöffnungen zum Teil erhebliche Wassermengen verdunsten. Messungen an den Waldklimastationen belegen dies auch für den Winter 2008. Im Oberboden gingen die Wasservorräte unter Fichte deutlich zurück. Die feuchte Witterung im März brachte jedoch alles wieder ins Lot und schuf damit günstige Bedingungen für die kommende Vegetationsperiode. weiter »
 
Mondphasenholz
In der LWF aktuell 56/2007 baten wir unsere Leser, uns ihre Erfahrungen und ihre Meinungen zum Thema Mondholz mitzuteilen. Wir haben die Meinungen geordnet und ausgewertet. Zu einem endgültigen und klaren Ergebnis sind wir leider nicht gekommen. Dies war aber bei diesem Thema wohl auch nicht anders zu erwarten. Immerhin scheint es drei unterschiedliche Grundhaltungen zu geben, die wir hier vorstellen. weiter »
 
Borkenkäfersuche mit GPS und GIS
Kleines Bild Im Sommer färben sich die vom Borkenkäfer befallenen Fichtenkronen rot. Spätestens dann wird der Befall auch in schwierigen Lagen sichtbar. Um eine weitere Ausbreitung des Käfers zu verhindern, müssen die Käfernester rasch aufgesucht und aufgearbeitet werden. In einem geschlossenen Fichtenwald sind diese jedoch oft schwer zu lokalisieren. Mit einem einfachen Peilverfahren, einer digitalen topographischen Karte und einem GPS-Empfänger werden die Standorte der Befallsherde schnell und genau ermittelt. Besonders vorteilhaft ist dieses Verfahren in hügeligen und schwierigen Lagen, wie es ein Praxistest im Sommer 2007 gezeigt hat. Die Bohrmehlsuche im Frühjahr kann und darf jedoch dieses Verfahren nicht ersetzen. weiter »

Kurz & Bündig