Immer mehr Käufer von Brennholz (z.B. Buche) fragen nach Umrechnungszahlen für Raummeter oder Ster, um zu wissen, wie viel Energieholz und Holzenergie sie geliefert bekommen Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWF → Raummeter und Ster - Umrechnungszahlen von Kaminholz und Brennholz
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Umrechnungszahlen und Verkaufsmaße von Kaminholz für Holzheizung und Kaminofen

Jürgen Hahn

Genaue Kenntnis über Energieinhalt von Brennholz wird wegen steigender Preise immer wichtiger

Kaminholz-Preise liegen derzeit auf einem hohem Niveau. Das ist gut für die Waldbesitzer und den Holzhandel, bringt die
Kunden aber zunehmend zum Nachdenken. So fragen sich immer mehr Käufer von Brennholz (z.B. Buche), wie viel Energieholz und Holzenergie sie tatsächlich für ihr teures Geld geliefert bekommen. Erst damit lassen sich Wirtschaftlichkeitsberechnungen zwischen Holzheizung oder Kaminofen und Heizungsanlagen mit fossilen Energieträgern durchführen. Hierfür gewinnen Umrechnungszahlen zwischen den einzelnen Brennholz-Verkaufsmaßen wie Raummeter oder Ster zunehmend an Bedeutung.

Festmeter-Raummeter-Schütt-Raummeter Handelsübliche Verkaufseinheiten beim Brennholz, relativ genau lässt sich das Volumen von Stammholz ermitteln. Ungenauer ist die Volumenermittlung beun Raummeter und beim Schütt-Raummeter (Fotos: J. Hahn)

Da gibt es zunächst einmal den solventen Besitzer eines repräsentativen Kaminofens, der an Winterwochenenden und Weihnachtsfeiertagen einige Male mit Kaminholz heizt. Dieser Kunde ist an einem sauberen und optisch ansprechenden Scheitholz interessiert. Wie viel der Brennstoff letztlich kostet, spielt bei den geringen Mengen meist eine untergeordnete Rolle.
Daneben leben insbesondere in ländlichen geprägten Regionen viele Menschen, die ihren Brennholz-Bedarf in Selbstwerbung in staatlichen und kommunalen Wäldern decken oder ihren privaten Waldbesitz zur Gewinnung von Energieholz wieder entdeckt haben. Dieser Kundenkreis betrachtet häufig nur die reinen Kosten für das Holz, ohne dabei die eigenen Aufwendungen für Werkzeug, Maschinen, Treibstoff und Arbeitskraft zu berücksichtigen.
Nicht zu unterschätzen ist aber die Zahl derer, die einen großen Teil des Wärmebedarfs mit einer Holzheizung decken und ihr Scheitholz über den Handel beziehen. Vor allem diese machen sich angesichts steigender Brennholz-Preise zunehmend Gedanken über die Kosten der mit der jeweiligen Holzmenge eingekauften Energie, die sie jener fossiler Brennstoffe vergleichend gegenüberstellen können. Viele heizen mit Holz nicht nur aus ökologischer Überzeugung, sondern auch aus ökonomischen Gründen.

Wie viel Energie steckt im Raummeter oder Ster, im Brennholz von Buche, Eiche oder Fichte? Mit dieser zunehmenden Sensibilisierung häufen sich die Fragen nach Umrechnungszahlen von Brennholz und dem optimalen Verkaufsmaß. Handelsübliche Verkaufsmaße sind der Festmeter, der Raummeter oder Ster und der Schüttraummeter (siehe Abbildung). Ist die Volumenbestimmung des Brennholzes beim Festmeter noch recht genau, beeinflussen beim Raummeter bzw. Ster und beim Schüttraummeter eine Vielzahl von Faktoren den Energieholz-Anteil im Volumen. Dennoch erwarten die Kunden für alle Brennholz-Verkaufsmaße exakte Umrechnungszahlen, am besten auf zwei Kommastellen genau, vergessen aber dabei, dass es sich um ein Naturprodukt handelt.

Jahrzehntelang wurde mit pauschalen Umrechnungszahlen für alle Baumarten vom Festmeter zum Raummeter, Ster oder Schüttraummeter gerechnet. Im Jahr 2006 veröffentlichte das Technologie- und Förderzentrum im Rahmen des Projektes »Rationelle Scheitholzproduktion« neue Umrechnungszahlen für das Brennholz von Buche und Fichte. Da diese von den früheren Zahlen gerade bei der Buchenbrennholz so deutlich abwichen, veranlasste die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), diese Abweichungen genauer zu untersuchen. Auf Grund der dabei ermittelten Werte legte man sich auf neue Umrechnungsfaktoren fest. Nun stellt sich die Frage: Welche Tabelle ist denn die Richtige? Diese Frage könnte man genauso gut mit »beide« wie auch mit »keine« beantworten. Doch warum ist das so? Kaminholz ist ein sehr inhomogener Rohstoff, der nichts mit normierten fossilen Energieträgern und nur wenig mit gut normierbaren Brennstoffen wie Pellets und Holzbriketts gemeinsam hat.

Autor

  • Sachgebiet: Holz und Logistik, Fachbereich Holzenergieberatung