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Waldschutz im Klimawandel
Die Zeichen im Wald stehen nicht erst seit Kyrill auf Sturm. Die Waldschutzsituation ist bereits seit Jahren angespannt. Forstschädlinge finden wir derzeit überall und auf beständig hohem Niveau. So werden sie Waldschützer und Waldbesitzer wohl auch noch auf Jahre hinaus beschäftigen. Sorge bereitet uns unter anderem die zunehmende Gefährlichkeit des Kupferstechers. Es scheint so, als wollte dieser Borkenkäfer aus dem Schatten seines großen Bruders, des Buchdrucker heraustreten (Lobinger, S. 10). Die Forschungsergebnisse der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft lassen diesbezüglich nichts Gutes ahnen. Besonders gefährdet sind Fichtenbestände, da die an kühle Bedingungen angepasste Fichte vielfach unter den warmen Klimaverhältnissen leidet. Andere Tier- und Pflanzenarten hingegen profitieren von der Klimaerwärmung und finden vermutlich immer günstigere Lebensbedingungen vor. So zum Beispiel die stattliche Violette Holzbiene (Bußler, S. 50). Es suchen jedoch auch Arten bei uns eine neue Heimat, die wir aus Waldschutz-Gesichtspunkten heraus keinesfalls bei uns sehen wollen. Bei besonders gefährlichen Arten, sogenannten EU-Quarantäneschädlingen wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer oder der Kiefernholznematode, heißt es "Augen auf!" In guter Zusammenarbeit führen daher die im Bereich der Pflanzengesundheit zuständige Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft miteinander abgestimmt die notwendigen Kontrollmaßnahmen durch (Parusel, Bögel, Blaschke, S. 4).
Schwerpunkt
Waldschutz stark nachgefragt
Unter heutigen Gesichtspunkten steht beim Waldschutz im Vordergrund, den gesamten Wald ökosystemar zu betrachten.
Nicht der einzelne Baum oder der einzelne Schadfaktor steht im Mittelpunkt eines modernen Waldschutzes, sondern die
umfassende ganzheitliche Betrachtung des Waldbestandes. Ein heutiger Waldschutz versucht in enger Zusammenarbeit
mit dem Waldbau, die Ursachen für Schäden zu verstehen und vorbeugend zu verhindern. Gerade deswegen ist der
Waldschutz aufgerufen, in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung sich hier frühzeitig mit drohenden Problemen
zu beschäftigen. Das vorrangige Ziel des Waldschutzes ist es weiterhin, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum zu
erhalten.
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Hallimasch-Befall an Buche
Insbesondere im Jahr 2004, ein Jahr nach der großen Sommertrockenheit, traten in vielen Landesteilen Bayerns verstärkt
Hallimasch-Schäden an Nadelbäumen und vor allem an der Fichte in Erscheinung. Im letzten Herbst fruktifizierte
aber auch eine Hallimaschart in Laubbaumbeständen sehr auffällig. Die Fruchtkörper des Gelbschuppigen
Hallimasch (Armillaria gallica) traten in riesigen Büscheln an Buchen- und Eichenstöcken, aber auch an noch scheinbar
vitalen Laubbäumen auf.
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Globalisierter Handel erfordert Wachsamkeit und Aufmerksamkeit im Pflanzenschutz
Das Pflanzenschutz-Monitoring unserer Forstdienststellen in den Wäldern leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der
deutschen Forstwirtschaft vor ökologischen und ökonomischen Risiken. Eingebettet in ein EU-weites Pflanzenschutz-
Management schützt sich damit die Bundesrepublik nicht nur vor gefährlichen Pflanzenschädlingen, sondern auch vor
möglichen Exportverboten, die ein Exportland wie Deutschland betriebswirtschaftlich außerordentlich hart treffen
könnten.
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Zunahme des Prachtkäferbefalls in Bayern
Prachtkäfer sind attraktive, metallisch glänzende Bewohner unserer Wälder. Als "Sonnentiere" - wie Escherich sie
nennt - finden sie in warmen, lichten Beständen ideale Lebensbedingungen. Prachtkäfer treten aber auch immer wieder
als Forstschädlinge in Erscheinung, üblicherweise in der Folge vorausgegangener Schädigungen der Bäume durch
ungünstige Witterungseinflüsse, Pilzbefall oder Fraßeinwirkung durch andere Forstinsekten. Seit dem heißen, trockenen
Sommer 2003 nimmt in Bayern der Prachtkäferbefall an Eiche, Buche und Kiefer regional besorgniserregend zu.
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So gefährlich ist der Kupferstecher!
Wissenschaftler der LWF untersuchten im Wald verbliebenes Kronenmaterial und Schlagabraum auf die Besiedelungsdichten
und Vermehrungsmöglichkeiten des Kupferstechers. Sogar in 1-2 cm dünnen Ästchen konnte sich der Käfer auf
das Vierfache vermehren. In 6-7 cm starken Ästen haben sich die Käferzahlen bereits verzehnfacht. Auf einer Rindenfläche
von lediglich 100 cm2 flogen mehr als 500 Käfer aus. In dem im Wald liegenden Kronenmaterial werden riesige
Käfermengen regelrecht herangezüchtet. Die Ergebnisse zeigen in beunruhigender Weise, welches Käferpotenzial in dem
früher wenig beachteten Material steckt. Der Kupferstecher muss daher bei der Beurteilung des Borkenkäferrisikos
immer mit im Auge behalten werden.
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Sachkundiger Insektizideinsatz gegen den Borkenkäfer
Die Waldbesitzer stehen vor der Aufgabe, Borkenkäfer wirkungsvoll und sachkundig zu bekämpfen - eine Verpflichtung,
die derzeit nur mit großem Aufwand bewältigt werden kann. Damit verbunden ist ein hohes Maß an Verantwortung nicht
nur für den eigenen Wald, sondern auch für die Sicherheit der Nachbarbestände. Der Einsatz von Insektiziden ist häufig
unumgänglich, liefert aber nur einen kleinen Beitrag zur Borkenkäferbekämpfung. Ein Insektizideinsatz gewährleistet
nur dann einen weitgehenden Schutz vor Befall oder Käferausflug, wenn die Maßnahme zeitlich gut geplant ist, die
Anwendung sachgemäß erfolgt und die Wirkung regelmäßig kontrolliert wird.
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Forstinsekten in bayerischen Kiefernwäldern
Pinus sylvestris alias Waldkiefer. Auf sie fiel die Wahl zum Baum des Jahres 2007. In Bayern ist sie nach der Fichte die
zweithäufigste Baumart. Sie prägt das Waldkleid v. a. in den Regierungsbezirken Oberpfalz, Mittelfranken und Oberfranken.
Unter allen heimischen Nadelbäumen weist die Waldkiefer die höchste Zahl baumartenspezifischer Insektenarten
auf. Zehn kieferntypische Forstinsekten wollen wir hier aus der Sicht des Waldschutzes kurz vorstellen.
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Dem Eichenprozessionsspinner im Internet auf der Spur
Die Informationsplattform www.eichenprozessionssspinner.org liefert der Öffentlichkeit aktuelle Daten zu Auftreten und
Verbreitung des Eichenprozessionsspinners und informiert über Schutzmaßnahmen bei der Freizeitgestaltung und bei
der Arbeit im Wald sowie über Bekämpfungsmöglichkeiten. Eine interaktive Bayernkarte bietet jetzt zusätzlich im Internet
Informationen über das Vorkommendes Schmetterlings im Wald. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten zur Prognose
verbessert.
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Einfluss des Mikroklimas auf die Populationsdynamik des Schwammspinners
Noch immer ist das Zusammenspiel der Faktoren nicht endgültig geklärt, die für eine Massenvermehrung des
Schwammspinners verantwortlich sind. Beobachtungen in Befallsgebieten legen die Vermutung nahe, dass die Entnahme
der Unterschicht ein Mikroklima schafft, das die Massenvermehrung des Falters begünstigt. Daher untersucht das Sachgebiet
Waldschutz der LWF die Populationsdynamik des Schwammspinners in Abhängigkeit des Mikroklimas.Vielleicht
führen die Ergebnisse dazu, den problematischen chemischen Insektizid-Einsatz in gefährdeten Waldbeständen zu reduzieren
und das Vermehrungspotenzial des Schwammspinners mit waldbaulichen Mitteln zu beeinflussen.
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Vitale Baumart Esche
Die Esche (Fraxinus excelsior L.) weist im Vergleich zu unseren anderen einheimischen Baumarten relativ wenig biotische
Schadorganismen auf. Vielleicht meiden potenzielle Fraßfeinde die Eschenblätter wegen ihrer Inhaltsstoffe. Sogar
während der Schwammspinner-Massenvermehrung hielten sich die Raupen vornehm von den Eschen zurück, während
andere Baumarten vollständig kahl gefressen wurden.Aufgrund ihrer großen Elastizität hinsichtlich der prognostizierten
Temperaturerhöhungen kann die Esche vielleicht sogar vom Klimawandel profitieren und ist daher eine außerordentlich
interessante Baumart für den Aufbau widerstandsfähiger Mischwälder.
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Waldforschung aktuell
Der gemischte Wald - fit für die Zukunft
Über 200 Forstleute, Waldbesitzer und Wissenschaftler trafen sich am 1. März 2007 am Zentrum Wald-Forst-Holz
Weihenstephan, um mit der Fachtagung "Der gemischte Wald - fit für die Zukunft&" dem 100. Todestag von Waldbau-
Legende Karl Gayer zu gedenken. Die Referenten aus Forschung und Praxis waren sich einig: in Zeiten des
Klimawandels stellt Mischwald die einzig vernünftige Investition in die Zukunft dar. Bayern stellt für 2007 und 2008 über
23 Millionen Euro für den Aufbau zukunftsfähiger Wälder bereit.
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Waldweide nimmt wieder zu
Bis ins letzte Jahrhundert hinein war die Waldweide eine rückläufige Form der Nutzung im Wald. Die Forstverwaltung
unternahm große Anstrengungen, die vor allem im Berg- und Schutzwald wegen ihrer langfristigen Schäden problematische
Waldweide im Zuge von Weiderechtsablösungen zu bereinigen. In jüngster Vergangenheit entdeckten Naturschutz
und Landschaftspflege die Waldweide als landschaftspflegerisches Instrument zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Forstliche Pflegeeingriffe können jedoch die Biodiversität ebenso fördern. Wenn auch das bayerische Waldgesetz die
Waldweide nicht grundsätzlich verbietet, so sind dennoch waldrechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. Berg- und
Schutzwälder sollen tabu bleiben. Ein durchdachtes Beweidungsmanagement ist stets erforderlich.
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10.000 ha Wald von Beweidung freigestellt
Weiderechte dienten früher den meisten Bauernhöfen als Existenzgrundlage. Im Bayerischen Wald und vor allem in den
Bayerischen Alpen spielen sie noch heute eine wichtige Rolle. Gerade hier befinden jedoch auch die größten
Schutzwaldflächen, welche die Siedlungen und Verkehrswege in den Tälern sichern. Doch die Waldweide kann in diesen
Wäldern deutliche Schäden verursachen. Gerade in den Bereichen, in denen inzwischen waldverträgliche Schalenwild-
Dichten erreicht sind, werden diese Schäden in den letzten Jahren immer offensichtlicher.
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Waldweide differenziert beurteilen
Die Trennung von Wald und Weide ist ein erklärtes politisches Ziel im nördlichen Alpenraum. Sie soll die Schutzfunktion
des Bergwaldes verbessern.Während die Forstwirtschaft meist von dieser Politik profitiert, beklagen häufig Vertreter des
Naturschutzes und der Almwirtschaft den Verlust artenschutzfachlich oder weidewirtschaftlich wertvoller Flächen. Eine
generelle Schadwirkung der Waldweide ist nicht festzustellen. Daher ist eine differenzierte, standortsabhängige
Bewertung notwendig. Sie könnte zu einer veränderten politischen Einstellung führen, die alle beteiligten
Interessengruppen zufrieden stellt.
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...und immer wieder kleine Sensationen
Kontinuierlich, wenn auch mit kleinen Schritten, schreitet die Forschung in den Naturwaldreservaten (NWR) voran. So
entdecken die Wissenschaftler immer wieder besonders seltene oder auch schon verschwunden geglaubte Tierarten und
berichten über Erstaunliches und Außergewöhnliches. Zehn zum Teil sehr seltene Fledermausarten haben sie im NWR
Eichhall nachgewiesen. Auch der Rindenglanzkäfer Rhizophagus oblongicollis wurde 2006 dort erstmals in Bayern
entdeckt. Unter den Weichtieren gibt es Arten, die nur in einer eng begrenzten Region vorkommen. Für solche endemischen
Arten, wie z. B. die Rhön-Quellschnecken Bythinella compressa besitzen wir eine hohe Verantwortung. Die
Forschung in Naturwaldreservaten ist immer wieder - auch im Jahr 2006 - gut für kleine und große Sensationen.
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Das erste Jägerlatein der Weltgeschichte
Das Werk "Kynegetikos" des Griechen Xenophon ist wohl das erste wahre Lehrbuch der Jagd. Außerordentlich präzise
werden dort unter anderem Jagdgeräte und -techniken beschrieben, so auch bei der Schwarzwildjagd. Es ist kaum zu
glauben, dass bei aller Praxisnähe und der großen Detailtreue dieses Werkes gerade dort von Haare versengenden, glühenden
Keilerwaffen die Rede ist. Das erste Jägerlatein - ein Mittel, um die Jugend zu motivieren - oder bloße Wichtigmacherei?
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Naturobjekte des Jahres 2007
1971 kürte der Deutsche Bund für Vogelschutz mit dem Wanderfalken erstmalig einen Vogel des Jahres. In der Folge
verkünden seither viele andere Umweltverbände und Naturschutzvereine ebenfalls Naturobjekte des Jahres. 1980
gesellte sich die Blume und seit 1989 der Baum des Jahres dazu. Inzwischen gibt es im Naturbereich an die 20 verschiedene
Jahreswesen. Einen kleinen Ausschnitt vermittelt unser Überblick. Eine umfassende Darstellung finden Sie z. B.
auf der Internetseite des NABU unter www.nabu.de oder in "Unser Wald" (2. Ausgabe 2007), der Zeitschrift der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
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Ungewöhnlich milder Winter sorgte für frühen Vegetationsstart und hohe Verdunstung!
Im Winter 2006/2007 erlebten wir die bisher wärmste Witterung seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wie bereits
zuvor der Herbst, war auch der Winter um rund 2,5 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Und auch im März
setzte sich die Wärme fort. Damit wurde eine außergewöhnliche Serie von sieben warmen Monaten in Folge erreicht. Dies
bedeu-tete vor allem für Fichtenwälder einen erhöhten Wasserverbrauch durch die Transpiration, so dass die Oberböden
bereits Ende März zum Teil ungewöhnlich stark austrockneten. Und auch der Vegetationsbeginn war um rund 4 bis 6
Wochen früher als normal.
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Brachte dieser Winter genügend Wasser für unsere Waldböden?
Die Bodenfeuchtemessungen an den Waldklimastationen eröffnen faszinierende Einblicke in die verborgene Welt der
Wasservorräte für den Wald. In diesem ungewöhnlich warmen Winter und Frühjahr war der Blick auf den Boden besonders
interessant. Ungewöhnlich trocken waren die Böden in den Tieflagen. Während sich der Wasserspeicher in
Laubwäldern über den Winter kontinuierlich wieder auffüllten konnte, war der Wasserverbrauch der immergrünen
Fichten so stark, dass die Oberböden zum Beginn der Vegetationszeit ungewöhnlich trocken fielen. Mitte April (zu
Redaktionsschluss) bleibt nur zu hoffen, dass sich kein allzu trockenes Frühjahr anschließt. Denn dann könnte die
Situation noch deutlich dramatischer werden als im Dürrejahr 2003, das sicher allen noch in Erinnerung ist.
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Ingolstadt setzt auf Mittelwald
Fast vier Jahrzehnte ruhte im Gerolfinger Eichenwald die Mittelwaldbewirtschaftung. Seit dem Jahr 2000 wird nun
dieses aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wertvolle Auwaldgebiet wieder in der im Mittelalter so bedeutenden Weise
bewirtschaftet. Da die Mittelwaldwirtschaft auch in großem Umfang Brennholz produziert und gleichzeitig eine stark
steigende Nachfrage nach diesem Sortiment zu beobachten ist, will die Stadt Ingolstadt alle sich eignenden Flächen in
das Mittelwaldkonzept integrieren.
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Klimawandel verändert alpine Kalk-Magerrasen
Vegetationsaufnahmen in alpinen Kalk-Magerrasen des Nationalparks Berchtesgaden aus dem Jahr 2003 zeigen gegenüber
historischen Aufnahmen aus demselben Untersuchungsgebiet deutliche Vegetationsveränderungen auf. Die Klimaerwärmung
führte in den zwei untersuchten Rasengesellschaften zu einer Zunahme der Artenzahlen um 30 bzw. 40
Prozent.Andere mögliche Ursachen dieser Vegetationsveränderungen wie z. B. Stickstoffeinträge,Almwirtschaft,Tourismus
oder auch endogene Prozesse konnten einwandfrei ausgeschlossen werden. Hauptfaktor für die beobachteten
Veränderungen ist eindeutig der Anstieg der Temperatur, der auch im Alpenraum nachgewiesen ist.
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Mediterrane Holzbienen entdecken Bayern
Die Violette Holzbiene (Xylocopa violacea) ist eine holzbewohnende Bienenart mit mediterraner bis asiatischer
Verbreitung. Ihre Vorkommen in Deutschland waren bisher auf warme Gebiete beschränkt. Seit dem Jahr 2000 scheint
sich die Art kontinuierlich auszubreiten. Dem Verfasser gelangen 2006 die Nachweise der imposanten Wildbienenart in
einem Obstgarten der Altstadt von Feuchtwangen und im Laubmischwald des Naturschutzgebietes "Gräfholz und
Dachsberge" nördlich Bad Windsheim. Da die Violette Holzbiene sogar größer als alle heimischen Hummelarten ist,
verursacht ihr Auftreten bei Unkundigen Schrecken und führt, wie der nachfolgende Artikel zeigt, zu völlig überzogenen
Reaktionen.
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Waldinventuren aus dem Flugzeug
High-Tech-Sensoren wie flugzeuggetragene Laserscanner werden in der Zukunft die Verfahren der Waldinventuren
revolutionieren. Laserscanner haben unter den verschiedenen Methoden die besten Entwicklungschancen. Mit
Laserscannern aus der Luft werden nicht nur teure Personalkosten für Waldinventuren eingespart. Die innovative
Technik erfasst im Vergleich zu herkömmlichen Stichprobenverfahren die gesamte Waldfläche.
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KURZ & BÜNDIG
Nachrichten
Lebensräume für Wild - auch außerhalb des
Waldes. 280.000 Euro für zwei neue bayerische
Projekte --- Finnischer Orden für Freiherr
von Gravenreuth --- Managementplan "Braunbären in Bayern"
fertiggestellt --- Bayerischer Klima-Gipfel auf der Zugspitze -
Professor Graßl ist Vorsitzender des
Bayerischen Klimarats --- Nächste Ausgabe:
Forsttechnik im Dienste der
Nachhaltigkeit
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