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Waldpädagogik - LWF aktuell 54
Lehrmeister Wald - Waldschutz aktuell - Bodenzustandserhebung Holzenergie - Cluster Forst und Holz - Papiergeschichten

LWF aktuell 54: Waldpädagigik
Liebe Leserinnen und Leser,
Der Wald kann und soll uns allen ein Lehrmeister sein. Die Waldpädagogik ist daher ein unverzichtbarer Vorsorgeauftrag - nicht nur für eine Forstverwaltung. Über ganz Bayern verteilt betreibt und unterhält die Bayerische Forstverwaltung als waldpädagogische Einrichtungen Walderlebniszentren. Mittlerweile nehmen bereits mehr als 175.000 Kinder und Jugendliche an waldpädagogischen Veranstaltungen teil.
In unserer von Computern gesteuerten Welt erobert nun auch der PC die Umweltbildung und Waldpädagogik. Horst Förster, der erste "Chatbot" im Wald, bringt forstliches Wissen über Ökologie, Ökonomie und Technik in verständlicher Form an Mann und Frau. Besonders für Kinder und Jugendliche hat diese Form der Wissensvermittlung einen besonders hohen Unterhaltungswert. Trotzdem sollte die Waldführung vor Ort der Kernbereich waldpädagogischen Arbeitens sein.
Aber Waldpädagogik ist nicht nur Wissensvermittlung. Sie soll uns den Respekt vor der Natur erhalten und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen aufzeigen. Es versteht sich von selbst, dass solches Verhalten bereits im jüngsten Kindesalter gefördert werden muss. Hierbei leisten Wald- und Naturkindergärten einen wichtigen Beitrag.
Waldforschung aktuell informiert Sie über die Forest Technology Platform (FTP) und ihren strategischen Forschungsplan, der die Grundlagen für die Förderung forstlicher Forschung in Europa bildet. In Bayern startete die Clusterinitiative Forst und Holz, die mit neuen Netzwerken die Wettbewerbsfähigkeit in der Branche Forst und Holz verbessern möchte.
In unserer Rubrik "Wald-Wissenschaft-Praxis" lesen Sie u.a. von der Maikäferplage in Südhessen und den aktuellen biotischen Schäden an Bäumen und Wäldern. Weiterhin finden Sie wertvolle Informationen zur Holzlagerung, einen interessanten Beitrag über die Geschichte der Papierherstellung und Hinweise zur deutschlandweiten Bodenzustandserhebung im Wald, die in diesem Frühjahr begonnen hat. Und natürlich schauen auch wir auf den Grenzgänger Bruno, der als Problembär im bayerisch-tirolerischen Grenzgebiet für große Aufregung sorgte.
Nun darf ich Ihnen nur noch viel Freude und gute Unterhaltung mit unserer Schwerpunktausgabe zur Waldpädagogik wünschen.
Ihr
Olaf Schmidt
Schwerpunkt
Waldpädagogik - Unzeitgemäßer Luxus oder unverzichtbarer Vorsorgeauftrag?
Der Wald kann uns wie kein anderer Lehrmeister soziale Werte erleben lassen, die in unserer Gesellschaft vielfach
unterzugehen drohen: Respekt vor der Natur, verantwortungsvoller Umgang der Lebensgrundlagen kommender
Generationen oder auch Hoffnung nach großen Schadereignissen. Auch wenn die Waldpädagogik kein Allheilmittel
für unser in manchen Bereichen verkümmerndes Gemeinwesen ist, so leistet sie dennoch einen wichtigen Beitrag in
Richtung nachhaltige Entwicklung.
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Vom Waldmuseum zum Erfolgsmodell
1976 wurde am Erlanger Stadtrand das Waldmuseum Tennenlohe eröffnet. Eine Ausstellung forstlicher Maschinen zeigte
damals der städtischen Bevölkerung, wie beschwerlich und gefährlich Waldarbeit ist. Heute hat das Walderlebniszentrum
Tennenlohe eine ganz andere Ausprägung: Erlebnis- und zielgruppenorientierte Waldpädagogik im Sinne einer Bildung
für nachhaltige Entwicklung. Aktuell hat die Bayerische Forstverwaltung sieben waldpädagogische Einrichtungen, drei
neue Einrichtungen befinden sich im Aufbau. Jede hat ihren eigenen Charakter und jede besitzt ihre besondere Geschichte.
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Zapfen werfen und Holz schlichten
Im Mai 1970 setzte der damalige Forstamtsleiter in Allersberg, Dr. Hans-Heinrich VANGEROW, seine lange gehegte Idee
erstmals in die Tat um: Im Rahmen der Veranstaltungen zum Tag des Baumes boten Forstamt und Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald für die örtlichen Schulen einen interessanten und lehrreichen Vormittag im Wald an. Ein "Forstpate"
führte die Schulklassen mit Hilfe von Spiel- und Quizstationen spielerisch an die Themen Wald und Forstwirtschaft heran.
Die punktbesten Klassen wurden dann in Anerkennung ihrer gezeigten Leistungen mit Urkunden und Preisen geehrt.
Mittlerweile nehmen jährlich weit mehr als 10.000 Schüler aus über 500 Schulklassen an den Waldjugendspielen teil.
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175.000 Kinder lernen vom Ökosystem Wald
Im Jahr 2004 nahmen mehr als 175.000 Kinder an 7.850 waldpädagogischen Veranstaltungen teil. Damit wurden in Bayern
80 Prozent aller Schulklassen erreicht, in deren Jahrgangsstufe der Wald im Lehrplan steht und die daher Hauptzielgruppe
sind. Dies war noch vor der Forstreform. Nun hat die Waldpädagogik den 1. Juli 2005 als Dienstaufgabe der
Forstbehörden und als gesetzlicher Bildungsauftrag unbeschadet überstanden.Wie sie jedoch auch zukünftig ausgefüllt
werden und steigenden Qualitätsansprüchen genügen kann, hängt entscheidend davon ab, welcher Stellenwert der Waldpädagogik
in der neu strukturierten Forstverwaltung beigemessen und mit welchen Strategien sie umgesetzt wird.
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Ideenschmiede für die Waldpädagogik
Der Ordner "Forstliche Bildungsarbeit - Waldpädagogischer Leitfaden nicht nur für Förster" ist das wohl bekannteste
Produkt der Projektgruppe. Mittlerweile in sechs Auflagen erschienen und in fünf Sprachen übersetzt, ist dieser Ordner
inzwischen in 180 Ländern verbreitet. Materialienkoffer, Anregungen zur "Woche des Waldes", Trainerfortbildungen
sowie die Entwicklung neuer waldpädagogischer Ideen sind weitere Aufgaben der derzeit aus elf Personen bestehenden
Projektgruppe, die aus unterschiedlichen Ressorts stammen.
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Den Wald ins Bewusstsein rücken
In etwa einem Drittel der Gemeinden, Städte und Landkreise in Bayern haben sich Lokale Agenda-21-Initiativen gegründet.
Dort behandelte Themen wie z. B. Holzenergie oder Umweltbildung bieten Anknüpfungspunkte für ein Engagement
der Forstwirtschaft. Sie trägt dadurch zu einem positiven Ansehen ihrer selbst bei. Zudem bieten sich große Chancen für
erfolgreiche Allianzen. Beispiele zeigen, dass Forstverwaltung, Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzer ihre
Fachkompetenz wirkungsvoll einbringen können.
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Schmutzig machen erlaubt ! ... im Brummkreisel
In der Kindertagesstätte Brummkreisel e.V., der seit 1991 ein eingetragener Verein ist, betreuen geschulte Erzieherinnen
insgesamt 45 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Je nach Alter gehören maximal 15 Kinder in die Gruppe der Brombären,
Maulwürfe, Bärenkinder oder zu den Wurzelkindern und erleben dort eine abwechslungsreiche und lebendige
Kindergartenzeit. Da der Brummkreisel eine Eltern-Initiative ist, beteiligen sich auch die Eltern aktiv am Geschehen des
Waldkindergartens. In regelmäßigen Abständen begleiten sie die Kinder mit in denWald oder bieten interessante Projekte
aus ihrem persönlichen Fachgebiet an.
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Forschung - verstehen und erleben
Im Jahre 2004 wurde die Idee geboren, Forschungsmethoden und -ergebnisse zum Klimaschutz einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Als Forschungsgegenstand des Klimaschutzes bietet sich die Waldzustandsforschung an.
Bäume spiegeln in ihrem Gesundheitszustand unterschiedliche Einflüsse wider. Bestimmte Methoden eignen sich, um
z. B.Witterungsverläufe, Klimaveränderungen, Schadstoffeintrag verständlich zu erklären.
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Horst Förster macht Wissenschaft verständlich
Vielfältiges Wissen um die Forstwirtschaft an den Mann und die Frau, an den Schüler und den Lehrer bringen, und das
leicht verständlich und mit hohem Unterhaltungswert - das ist das Ziel von Horst Förster und der Internetseite
www.zukunftswald.de. Horst, der virtuelle Förster aus dem Internet, vermittelt Wissen über Ökonomie, Ökologie und
Technik im Wald. Im Waldspiel wird vernetztes Denken gefördert, einfache Texte vermitteln gekonnt schwierige Sachverhalte
und pädagogisch wertvolle Unterrichtsmaterialien unterstützen die Lehrkräfte im Unterricht. Das Ergebnis:
Schüler lernen deutlich mehr über den Wald als im konventionellen Unterricht.
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Ein Kanu schwebt im Scheinzypressenwald
Der Forstliche Versuchsgarten Grafrath ist über Deutschland hinaus Baumkundlern und Forstleuten als dendrologisches
Schatzkästlein bekannt. Jetzt wird er auch verstärkt für die forstliche Bildungsarbeit genutzt. Kernstück und Motor ist
hierbei die Zusammenarbeit mit örtlichen Organisationen und der Bevölkerung des Umlandes. Eine Strategie, die überraschend
große Gewinne für alle Beteiligten ermöglicht.
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Aus der Vergangenheit in die Zukunft blicken
Museen zum Thema Wald gibt es schon viele. Doch darunter ist keines, das die Krise in den Mittelpunkt stellt, in die unsere
Gesellschaft in ihrem Umgang mit der Natur geraten ist. Eben dies hat sich das "Museum Wald und Umwelt" zum Ziel
gesetzt. Seine Leitfragen lauten:Wie hat der Mensch im Laufe der Geschichte auf den Wald eingewirkt, in welcher Weise
tut er das heute, welche Perspektiven ergeben sich daraus für die Zukunft und welches sind die Konsequenzen, die wir
daraus für unser Verhalten ziehen müssen?
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Bildung für nachhaltige Entwicklung
"Nachhaltigkeit muss zu einem Schwerpunkt in allen Bereichen der Bildung werden," heißt es im Nationalen Aktionsplan
Deutschlands zur UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das Prinzip Nachhaltigkeit zu leben ist
für uns Forstleute nichts Neues.Auch wenn es im Kontext mit Wirtschaftlichkeit und ökonomischem Denken manchmal
ins Hintertreffen gerät, erinnert uns doch die Natur, insbesondere der Wald, immer wieder selbst daran.
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Aktiv-Senioren als neue Zielgruppe entdeckt
Bereits heute ist in Bayern jeder fünfte Einwohner über 60 Jahre alt - Tendenz steigend. "Aktiv-Senioren" zeichnen sich
durch Mobilität und Wissbegier, ihren großen Erfahrungsschatz und die Bereitschaft, sich für Natur und Gesellschaft zu
engagieren, aus. Ein viertägiges Pilotseminar der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten im September 2005 hat sich zur Aufgabe gesetzt, waldpädagogische Programme für diese - in der forstlichen
Bildungsarbeit bislang wenig beachtete - Zielgruppe zu konzipieren und zu erproben. Die zwölf Teilnehmer an der Fortbildung
"Intensivkurs Waldpädagogik" lernten die Vorlieben der Zielgruppe kennen, planten eine seniorengerechte Waldführung
und erprobten anschließend das zielgruppenspezifische Methodenrepertoire im "Echtbetrieb".
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Von Waldwichteln und Wurzelkindern
Die Waldwichtel,Wurzelkinder, Erdflöhe,Waldfüchse oder wie die Jungen und Mädchen vom Waldkindergarten sich
auch immer nennen mögen, sind bei fast jedem Wetter draußen. Sie haben kein fertiges Spielzeug dabei. Alles, was sie als
Piraten, Indianer oder Lokomotivführer brauchen, finden sie im Wald und in ihrer Fantasie.Wald- und Naturkindergärten
fordern und fördern unsere Kinder.
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Waldkindergärten im Aufschwung
FRANZ HUBER ist Vorsitzender des 1. Holledauer Waldkindergartens und einer von drei Vorsitzenden im Landesverband
Wald- und Naturkindergärten in Bayern e.V. Der Landesverband engagiert sich für eine Stärkung der Wald- und Naturkindergärten
und unterstützt und berät mittlerweile 120 Waldkindergärten in Bayern.
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Standards für die Qualifizierung von Waldpädagogen
Qualitätssicherung ist auch in der Waldpädagogik zum Thema geworden. Österreich und Baden-Württemberg haben
bereits verbindliche Standards für zertifizierte Waldpädagogen erlassen; in Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt werden
entsprechende Konzepte geprüft. Mittlerweile diskutiert eine von der Bundesforstchefkonferenz eingerichtete Arbeitsgruppe
die Einführung eines bundesweit einheitlichen Rahmens für solche Zertifikate.
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Dienstleistung Waldpädagogik
"FÖRSTERLIESL Natur erleben" bietet seit sechs Jahren Waldführungen für Kinder und Jugendliche an. Dahinter steht die
Försterin Katharina Brändlein. Ein erfolgreiches Beispiel für eine selbständige Existenz im Bereich der Wald- und
Umweltbildung.
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Waldforschung aktuell
FTP - Forest Technology Platform
Im Februar dieses Jahres veröffentlichte die Forest Technology Platform einen strategischen Forschungsplan, die sogenannte
Strategic Research Agenda (SRA), die strategische Ziele und Forschungsbereiche zusammenfasst. Sie dienen als
Leitlinien für die künftige forstliche Forschung in Europa und bilden die Grundlage für die Förderung von
Forschungsprojekten der Europäischen Union (EU) innerhalb des 7. Rahmenprogramms, das 2007 startet und eine
Laufzeit von sieben Jahren hat.
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Cluster forciert Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Vor 3.500 Gästen gab die bayerische Staatsregierung am 2. Februar 2006 in München den Startschuss zur Clusteroffensive
Bayern. Die Clusterpolitik ist beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und
Technologie angesiedelt und stellt dort ein neues Element der Modernisierungsstrategie zum Ausbau des Wirtschafts- und
Wissenschaftsstandortes Bayern dar. Ziel ist es, 19 für die bayerische Wirtschaft besonders wichtige Branchen durch
Bildung von Netzwerken zu stärken und die Beschäftigung zu sichern. Dazu gehört neben Automotive, Logistik,
Ernährung oder Luft- und Raumfahrt auch die Branche Forst und Holz.
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Waldbodeninventur wichtiger Baustein für Forstwirtschaft und Bodenschutz
Seit Mitte Mai läuft auch in Bayern die Zweite bundesweite Bodenzustandserhebung im Wald (BZE 2). Bei dieser bundesweiten
Inventur wird in den kommenden zwei bis drei Jahren an 2.000 Stichprobenpunkten der Zustand der deutschen
Waldböden genau unter die Lupe genommen. Mit knapp 400 Punkten ist Bayern aufgrund seiner großen Waldfläche der
Spitzenreiter unter den Bundesländern.
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Geschichte der Papierherstellung
Papier ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig.Kein Material begleitet uns umfassender durch den Tag.Von der Zeitung
beim Frühstückstisch über die Aktenberge im Büro, die Werbepost im Briefkasten bis hin zur Gute-Nacht-Lektüre:Auf
Papier als Träger von Informationen kann die Menschheit schon lange nicht mehr verzichten. Ebenso ist es als
Verpackungsmaterial oder Hygienepapier Teil unseres täglichen Lebens, auch wenn wir es kaum noch als Holzprodukt
wahrnehmen. Die Forstwirtschaft steht am Anfang dieser Kette, sie stellt den Rohstoff zur Verfügung. Grund genug, etwas
mehr über unser Papier zu wissen.
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Waldschutz mit Vorsorgeprinzip
In den bayerischen Kieferngebieten traten die gefürchteten Insekten Kieferneule, Nonne und Kiefernspanner in den letzten
Jahren auf niedrigem Niveau auf. Die jährliche Prognose hat sich bewährt, ist notwendig und ein zeitgemäßes
Vorsorgeinstrument, um rechtzeitig Warnhinweise zu geben. Der diesjährige lange Winter erschwerte jedoch das
Standardverfahren der Probepuppensuche.
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Wenn Maikäfer zur Plage werden
"Maikäfer, flieg!" Dieser Kinderreim und die Geschichten von Wilhelm Busch wecken bei vielen Kindheitserinnerungen.
Und wenn abends ein paar Brummer unseren Garten als Einflugschneise zum nächsten Obstbaum wählen, dann bleiben
wir gelassen. In der Rhein-Main-Ebene war von Nostalgie heuer nichts zu spüren. Im Gegenteil: die Waldmaikäfer
bestimmten die Redaktionssitzungen der Medien den ganzen Mai über. Uns erreichten viele Anfragen zur Situation dort
und in Bayern.
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Das Problem mit der "Holzfeuchte" und dem "Wassergehalt"
Festmeter, Raummeter, Ster, Schüttraummeter: mit der einheitlichen Benennung von Raummaßen für Scheitholz gibt es
schon seit langer Zeit Probleme. Oftmals wird dabei schlicht aus Unwissenheit der falsche Begriff verwendet. Gleiches ist
leider auch für die Bezeichnungen "Holzfeuchte" und "Wassergehalt" vermehrt festzustellen. Der falsche Gebrauch dieser
Ausdrücke kann dabei zu ungewollter Verwirrung führen.
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Bären in Bayern
Auf seiner Wanderschaft durch Tirol Richtung Bayern wurde der Bär Bruno (alias JJ1 - benannt nach seinen Eltern
Jose und Jurka) schon freudig von der bayerischen Bevölkerung erwartet. Aber bereits bei seinem Antrittsbesuch am
20. Mai sorgte er schon für negative Schlagzeilen in der Presse. Innerhalb von nur drei Tagen hat Meister Petz im
Werdenfelser Land 13 Schafe gerissen. Bruno entwickelte sich schließlich immer mehr vom "Schadbär" zum
"Risikobär", den die Umweltverwaltung deshalb letztendlich zum Abschuss freigab.
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Kurz & Bündig
Nachrichten
LWF Wissen "Beiträge zur Schwarzpappel" --- Maivogel, Speierling und Hirschkäfer:
Highlights im Mittelwald --- 4. Bayerisches Schutzwald-Symposium in
Berchtesgaden --- Nächste Ausgabe - Christbaum- und Sonderkulturen
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