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StMELF → LWF → LWF aktuell 45
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Neue Arten in Bayern
Schwerpunkt
Neue Tier- und Pflanzenarten - Bereicherung oder Bedrohung unserer Wälder?
Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten werden in jüngster Zeit in den Medien oft als Eindringlinge dargestellt.
Bisher sind in Deutschland 1.322 "neue" Tierarten nachgewiesen von denen bereits 262 in unserer Natur fest
etabliert sind. Bei den meisten der behandelten und diskutierten neuen Tier- und Pflanzenarten handelt es sich
um besonders auffällige oder besonders schadensträchtige Arten v.a. in der Landwirtschaft.
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Gastbaumarten in Bayerns Wäldern: Altlast oder Bereicherung?
In LWFaktuell 20 (LWF 1999) wurde das Thema "Fremdländische Baumarten" bereits einer Würdigung unterzogen.
Der Anbau von Gastbaumarten hat in Deutschland eine lange Tradition. Zu Beginn des Anbaus spielten die
Erweiterung des Baumartenspektrums sowie ästhetische Aspekte eine Rolle. In späteren Jahren war eines der
wichtigsten Ziele des Anbaus, die Holzproduktion mit Hilfe der Verwendung von Arten mit höherer Massenleistung
(z. B. Douglasie) zu steigern und spezifische Holzeigenschaften zu nutzen (RUETZ 1999, LWFaktuell 20).
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Vom Exoten zur Wirtschaftsbaumart
Seit der ersten Pflanzung in Deutschland vor rund 175 Jahren entwickelte sich die Douglasie zur wichtigsten
fremdländischen Baumart. Hervorragende Holzqualitäten sowie waldbaulich wertvolle Eigenschaften machen
die Douglasie zu einer sinnvollen und ökonomisch interessanten Anreicherung der heimischen Baumartenpalette.
Ökologische Bedenken gegen ihren Anbau können berücksichtigt werden, indem Mischwälder unter
Aussparung von Sonderbiotopen begründet werden.
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Nicht tot, aber sehr anders! - Arthropodenfauna auf Douglasie und Amerikanischer Roteiche
Die ökonomische Bedeutung von Gastbaumarten, insbesondere der Douglasie, ist unbestritten. In jüngster Zeit
wird häufig diskutiert, Douglasie und Roteiche zur Risikominderung bei einer zunehmenden Belastung unserer
Wälder durch Klimaerwärmung und Immissionen verstärkt zu berücksichtigen. Demgegenüber steht eine eher
negative naturschutzfachliche Einschätzung fremdländischer Baumarten.
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Daheim ist das Fremde - wir und die Neobiota
Der Gegensatz Eigenes und Fremdes bestimmt auch das Verhältnis zwischen uns und den Neobiota. Das Eigene
schafft Identität, wohingegen die Neobiota als das Fremde diese Identität bedrohen. Hierin liegt der eigentliche
Grund für ihre negative Bewertung.
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Bedenklicher Bock aus Braunau bedroht bayerische Bäume
Wird er fliegen oder wird er nicht fliegen? Gespannt blicken Baumfreunde und Forstleute aus Österreich und
Bayern nach Braunau. Dort bohren sich die Larven eines aus Asien eingeschleppten Insekts durch städtische
Parkbäume. Mit einem Überwachungssystem versuchen die Österreicher, befallene Bäume zu finden und zu
vernichten.
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Eingeschleppte Borkenkäferarten in Bayerischen Wäldern
Aufgrund der geringen Größe und der versteckten Lebensweise von Borkenkäfern ist es nicht verwunderlich,
dass unsere Wälder in den letzten Jahrzehnten fasst unbeachtet von fremden Borkenkäferarten unterwandert
und besiedelt wurden. Dazu kommt noch, dass die Unterscheidung der verschiedenen Arten auch Spezialisten
oft schwer fällt und die Invasionsbiologen, die sich mit dem Eindringen fremder Tier- und Pflanzenarten nach
Mitteleuropa beschäftigen, ihren Schwerpunkt meist auf andere, auffälligere Arten legen.
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Der Kiefernholznematode
Der als Quarantäneschadling eingestufte Kiefernholznematode, Bursaphelenchus xylophilus, wurde im Jahre
1999 erstmals in der EU im Freiland nachgewiesen. Seither ist bekannt, dass er in einem begrenzten Gebiet in
Portugal vorkommt. Auf Grund der EU-Notmaßnahmen zum Schutz einer weiteren Ein- oder Verschleppung des
Kiefernholznematoden sind die Mitgliedsstaaten unter anderem aufgefordert, jährlich eine Erhebung in ihrem
Hoheitsgebiet zu einem möglichen Auftreten des Nematoden durchzuführen.
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Der Asiatische Eschenprachtkäfer
Im Jahre 2002 wurde die Prachtkäferart Agrilus planipennis Fairmaire in Michigan/USA als neuer Quarantäneschadorganismus
an verschiedenen Eschenarten festgestellt. Es wird vermutet, dass A. planipennis mit Verpackungsholz
aus Asien eingeschleppt wurde. Einer Risikoanalyse der EPPO zu Folge wird vorgeschlagen
Agrilus planipennis als Quarantäneschadorganismus zu listen, um eine Einschleppung nach Europa zu verhindern.
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Eichen und Buchen sind von eingeschlepptem Pilz bedroht
Phytophthora ramorum, der Erreger des "Sudden oak death", einer oftmals tödlich verlaufenden Krebserkrankung
verschiedener Eichenarten, wurde jetzt erstmals in Europa an Waldbäumen nachgewiesen. In Kalifornien
führte ihr Auftreten bereits zu einem raschen und weit verbreiteten Absterben von zahlreichen Eichen.
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Die Geister die ich rief...
Die spätblühende Traubenkirsche wurde bereits anfangs des 17. Jahrhunderts aus Nordamerika nach
Mitteleuropa gebracht und vermehrte sich hier bis heute auf Grund einer gewünschten Einbringung durch die
Forstwirtschaft und ihrer arteigenen, enormen Ausbreitungseffizienz rasant. Vielfach entwickelt sie sich wegen
ihrer Konkurrenzkraft und ihres hohen Reproduktionsvermögens zu einem forstwirtschaftlichen Problem.
Mancherorts wird jedoch wieder versucht, aktiv mit dieser Baumart zu wirtschaften und aus der Not eine
Tugend zu machen.
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Gebietsfremde Pflanzenarten der Waldbodenvegetation
Die Vegetation der Landschaften Mitteleuropas ist in den vergangen Jahrhunderten immer wieder durch den
Menschen verändert worden. Nur wenige Neophyten vermögen jedoch in die Krautschicht intakter
Waldökosysteme einzudringen und sich dort dauerhaft zu etablieren, da sie meist an Biotope mit hoher
Störungsdynamik gebunden sind.
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Amerikanisches Grauhörnchen fasst in Europa Fuß
Es gibt unzählige Beispiele, dass eingeschleppte fremdländische Arten großen ökologischen, aber auch ökonomischen
Schaden verursacht haben. Aus der großen Zahl von Fällen sei einer herausgegriffen, der uns in
Mitteleuropa, und ganz besonders auch für den Waldbereich, über kurz oder lang auch beschäftigen könnte, und
der auf den ersten Blick sehr harmlos erscheint: das Amerikanische Graue Eichhörnchen oder Grauhörnchen
(Eastern Grey Squirrel, Sciurus carolinensis).
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Die Trockenheit des letzten Jahres wirkt nach
Durch die extreme Trockenheit und Hitze des Rekordsommers 2003 waren die Wasserreserven in den meisten
Waldböden Bayerns bis zum Herbst weitgehend erschöpft. Der bange Blick richtet sich nun auf die Frage, ob die
Bodenwasserspeicher durch die Niederschläge des Winterhalbjahres wieder aufgefüllt werden konnten oder ob
die Wälder bereits mit einem Defizit in die neue Vegetationszeit starteten.
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Neuer Hackerservice im Internet verfügbar
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) bietet zur Borkenkäferbekämpfung einen
neuen Service für alle Waldbesitzer. Unter www.lwf.bayern.de sind über 50 Unternehmen abrufbar, die über
kranbeschickte Hacker verfügen.
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Kurz & Bündig
Nachrichten
Schutzwaldsanierung und -Bewirtschaftung
auch in Zukunft gesichert --- Neuartiger Virus verursacht Amselsterben
in Österreich --- Workshop Auenprogramm --- Workshop Auenprogramm --- Tagungen zum Thema Neobiota --- Weitere Informationen zum Thema Neobiota --- Links zum Thema gebietsfremde Arten --- Professor Eckhard Kennel von der TU
München im Ruhestand --- Professor Preuhsler tritt in den Ruhestand --- Professor Dr. Peter Bartelheimer
im Ruhestand --- Minsterialrat Dr. Günther Braun
im Ruhestand --- Präsident Olaf Schmidt neuer Leiter des
Arbeitskreises Forstgeschichte in Bayern
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