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Pressemitteilung: Gelbe Kätzchen im Frühling – Salweiden als Insektenmagnet

Früh im Jahr erscheinen als Vorboten des Frühlings samtig graue Kätzchen an den Salweiden. Schon bald erblühen diese männlichen Weidenkätzchen mit vielen gelben Staubblättern und die Salweide wird zum Blickfang in der Landschaft. Doch nicht nur Schmuck und Zierde ist die Salweide, sie hat auch große ökologische Bedeutung hinsichtlich Vielfalt und Biodiversität in Wald und Flur.

Freising – Für die Insekten ist die Salweide Pollenquelle, Nektarspender und Futterpflanze. Auf Weidenarten als Nahrungsgrundlage sind bei uns etwa 500 Insektenarten angewiesen. Die blühenden Weidenkätzchen besuchen neben Hummeln, Wespen und Bienen vor allem Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge. Allein 179 Tag- und Nachtfalterarten kommen an der Weide vor. 18 Prozent aller Großschmetterlingsarten in Mitteleuropa sind in irgendeiner Weise mit den verschiedenen Weidenarten verbunden. Aber gerade die Salweide besitzt eine herausragende Rolle für die Insektenwelt. Die Blätter der Salweide gelten für 37 Tag- und Nachtfalterarten als Raupen-Nahrungspflanze. Am Laub der Salweide saugen auch Wanzen und fressen Käfer- und Blattwespenlarven. Im Holz der Weiden kommen die bis zehn Zentimeter großen Raupen des Weidenbohrers vor, in Stammfuß und Wurzeln entwickeln sich die Larven des stark bedrohten Weberbockes.
Bei nektarsaugenden Vogelarten denkt man sofort an Kolibris. Aber auch bei uns kommen Vogelarten vor, die gerne Blütennektar saugen. In Europa sind etwa 30 Vogelarten als Blütenbesucher bekannt. Vor allem Meisen, Grasmücken und Laubsänger besuchen von Zeit zu Zeit die Nektarquelle.
Als sogenannte Pionierbaumart erhöht die Salweide die Baumartenvielfalt in unseren Wäldern und trägt so zu einer größeren Biodiversität im Wald bei.
Schon früh war bekannt, dass Weidenrinde Substanzen enthält, die fiebersenkend wirken und Kopfschmerzen beseitigen. Im 19. Jahrhundert wurde der Wirkstoff Salicylsäure isoliert und weltweit bekannt unter den Handelsnamen Aspirin.