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Interview von Heinrich Förster mit Dr. Gabriele Weber-Blaschke
Holzmarkt unter Strom - LWF-aktuell 96

Seit rund fünf Jahren sind die Diskussionen um die effiziente, nachhaltige Nutzung von Holz von der sachlichen Ebene vermehrt ins Emotionale gedriftet. Einerseits ist die energetische Nutzung von Holz, sei es als Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets, ein wichtiger Baustein im Konzept der Energiewende. Andererseits ist Holz einwertvoller Rohstoff für viele Produkte als Bau- und Werkstoff oder für die Papiererzeugung. Holz als nachwachsender Rohstoff ist wieder etwas wert, das führt zu fühlbaren Verknappungen und zu vermehrter Konkurrenz: Wer bekommt Holz für welche Nutzung zu welchen Preisen? Das löst Emotionen, gar Ängste in verschiedenen Branchen aus.

Das Projektteam "Konkurrenz um Holz" steht am Eingangsschild des Zentrums Wald-Forst-HolzZoombild vorhanden

Abbildung 1: Projektteam "Konkurrenz um Holz"
(Foto: ZWFH)

Sehr geehrte Frau Dr. Weber-Blaschke, Sie bearbeiten ein hochaktuelles Thema: "Konkurrenz um Holz". Wie entstand dieses Projekt?
Einige der jetzigen Projektpartner haben schon bei der Clusterstudie Forst und Holz in Bayern 2007/2008 zusammengearbeitet. Wir konnten damals grundlegende Daten und Informationen für die gesamte Wertschöpfungskette Forst-Holz-Holzprodukte zusammenstellen. Wir dachten deshalb, es ist an der Zeit, unsere bayerischen Daten und unsere Expertise zu nutzen und wissenschaftlich objektive Erkenntnisse in die aktuelle Diskussion einzubringen.

Worum geht es und was ist die Zielsetzung dieses Projektes?
Ausgangslage ist, dass sich die wachsende Holznachfrage im Energiebereich auf die klassischen stofflichen Einsatzgebiete, beispielsweise auf die Werkstoffindustrie, das Baugewerbe oder die Zellstoff- und Papierherstellung, auswirkt. Denn über den steigenden Marktpreis wird die Ressourcenallokation verändert, das heißt die Verteilung von Rohstoffen auf die verschiedenen Wirtschaftssektoren. Der Preis spiegelt zwar die Knappheit des Gutes Holz wider, er ignoriert aber externe Effekte wie Umweltschäden oder Arbeitsplatzverluste in den jeweiligen Einsatzbereichen. Wir analysieren nun, welche ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen die verschiedenen Verwertungswege haben bzw. welche Auswirkungen eine Verschiebung der stofflichen zur energetischen Nutzung haben kann.

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