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Richard Fath und Carina Schwab
Quirlige Flieger im frischen Buchen-Grün - LWF-aktuell 105

Die Weibchen verstecken sich tagsüber und die Männchen sind so flott unterwegs, dass man sich beeilen muss, einen Blick auf sie zu erhaschen. Außerdem leben die für einen Buchenwald typischen Falter nur wenige Tage. Gerade für Naturfotografen ist der Nagelfleck daher eine echte Herausforderung.

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Abbildung: Der unstete Nagelfleck – erwischt im Buchenwald. Foto: R. Fath

Laubaustrieb im Buchenwald. Wo die Buche dominiert, sind zu dieser Zeit die Wälder in ein sattes gelbgrün getaucht. Schaut man genauer hin, lassen sich in dieser Zeit oft große gelb-braune Falter beobachten. Sie zu entdecken ist nicht ganz einfach, denn sie sausen in schnellem Zickzackflug dicht über dem Boden durch die Wälder. Es sind die Männchen des Nagelflecks oder Hammerschmieds (Aglia tau), die nach paarungswilligen, lockenden Weibchen suchen.

Der 50 bis 85 mm große Nagelfleck gehört zur Familie der Pfauenspinner (Saturniidae). Die etwas größeren Weibchen sind nacht- und dämmerungsaktiv; sie locken die Männchen mit Pheromonen an. Die kleineren Männchen fliegen sowohl in der Nacht als auch am Tag auf der Suche nach den Weibchen gaukelnd durch den Buchenwald. Hilfreich sind den Männchen dabei die im Unterschied zu den Weibchen stark gefiederten Fühler, mit denen sie die weiblichen Pheromone auf große Distanz wahrnehmen können. Der Nagelfleck ist ein charakteristischer Begleiter zentraleuropäischer Buchenwälder.

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